Diabetes

Diagnose Diabetes: Was ändert sich jetzt?

Medizinisch geprüft von Dr. med. Johannes von Büren

Zuletzt aktualisiert am

Diagnose Diabetes: Was ändert sich jetzt?

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Diabetes wird immer häufiger diagnostiziert

Etwa 90 bis 95 Prozent der Menschen in Deutschland, die an Diabetes mellitus erkranken, haben Diabetes Typ 2 [1]. Diese Form ist im Volksmund als „Zuckerkrankheit“ bekannt. Weniger Menschen erkranken an Diabetes Typ 1.

Prognosen zeigen, dass die Zahl der Diabeteserkrankungen in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Bis 2040 könnten rund 12,3 Millionen Menschen betroffen sein. Haupttreibende hinter den steigenden Fallzahlen ist Diabetes Typ 2. Typ 2 macht etwa 95 % der Diabetesfälle in Deutschland aus. [2]

Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass mehr Menschen an Diabetes erkranken. Wenn beispielsweise die Eltern erkrankt sind, erhöht sich das Risiko für die Kinder ebenfalls, Diabetes zu entwickeln.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • unausgewogene Ernährung
  • Zigarettenkonsum
  • höheres Alter
  • Stress (beeinflusst die Wirkung von Insulin im Körper)

Hinweis: Auch wenn viele Betroffene älter sind, können Kinder und Jugendliche an Diabetes erkranken. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen.

Verdacht auf Diabetes: Bei welchen Symptomen sollte ich mich testen lassen?

Diabetes entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt. Achte auf folgende Symptome und lass dich bei Bedarf ärztlich untersuchen:

  • Starker Durst
  • Trockene und juckende Haut
  • Häufige Erschöpfung, Müdigkeit und Kraftlosigkeit.
  • Verstärkter Harndrang
  • Heißhungerattacken
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Sehstörungen

Bei einer familiären Vorbelastung oder weiteren Risikofaktoren wie Übergewicht, ist ein ärztliche Untersuchung besonders wichtig. Eine frühzeitige Behandlung verringert das Risiko für Folgeerkrankungen wie Augen- oder Nierenprobleme.

Motivation

Besonders gefällt mir die psychologische Begleitung.

Mareike
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Diagnose: Wie wird Diabetes festgestellt?

Ärzt:innen führen Tests durch und messen den Blutzucker, um die Diagnose Diabetes stellen zu können. Folgende Tests gehören dazu:

  1. Gelegenheitsblutzuckertest

Unabhängig von der letzten Mahlzeit wird eine Blutprobe entnommen. Ein Wert über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) deutet auf Diabetes hin.

  1. Nüchternblutzuckertest

Nach etwa acht Stunden Nüchternheit wird der Blutzucker gemessen. Idealerweise findet der Test am Morgen statt. Werte über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) bestätigen Diabetes.

  1. Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Mit dem oralen Glukosetoleranztest messen Ärzt:innen, wie der Körper auf Zucker reagiert und ihn verarbeitet. Dafür wird dir nach ca. acht Stunden Nüchternheit Blut entnommen. Dann bekommst du eine Trinklösung mit ca. 75 Gramm Glukose. Üblicherweise werden dann nach einer und nochmal nach zwei Stunden Blutproben entnommen. Sofern die Werte nach zwei Stunden 199 mg/dl (11,0 mmol/l) übersteigen, wird Diabetes bestätigt.

  1. Messung des HbA1c-Wertes

Der HbA1c-Wert zeigt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten Wochen und bietet ein umfassendes Ergebnis. Der Wert wird auch als Langzeitwert bezeichnet.

Was passiert nach der Diagnose?

Nach der Diagnose Diabetes sind mehrere Schritte wichtig:

1. Behandlungsmöglichkeiten abwägen

Dein Arzt oder deine Ärztin bespricht mit dir die Behandlungsmöglichkeiten. Je nach Schweregrad der Erkrankung kann eine orale Therapie oder Insulin notwendig sein. Anpassungen in der Ernährung, Gewichtsreduktion und mehr Bewegung können helfen, Diabetes ohne Medikamente zu behandeln.

2. Diabetesberatung

Eine Diabetesberatung hilft dir, die Krankheit besser zu verstehen und in deinen Alltag zu integrieren. Zertifizierte Diabetes-Berater:innen unterstützen dich bei der Therapie.

3. Bei Bedarf: Psychotherapie

Diabetes kann psychisch belasten [3]. Es ist wichtig, dass du dir bei Bedarf professionelle Unterstützung holst. Einige Einflussfaktoren, die die Entstehung von Diabetes begünstigen, etwa Übergewicht, hängen manchmal auch mit psychischen Erkrankungen zusammen. Zudem bietet eine Psychotherapie die Möglichkeit, einen Umgang mit den anstehenden Veränderungen in deinem Leben zu finden. Professionelle Unterstützung durch eine Psychotherapie kann hilfreich sein, insbesondere bei psychischen Erkrankungen oder zur Bewältigung der Lebensveränderungen.

Wer ist mein Ansprechpartner bei Verdacht auf Diabetes?

In den meisten Fällen sind Hausärzt:innen die ersten Ansprechpersonen, wenn der Verdacht besteht, an Diabetes erkrankt zu sein. Hausärzt:innen versorgen Menschen mit Typ-2-Diabetes und leiten gegebenenfalls zu Fachärzten weiter. Bei einigen Patient:innen ist es sinnvoll, eine:n Diabetolog:in aufzusuchen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn eine Insulintherapie erfolgt oder der Diabetes schwer einzustellen ist.

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