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Low-Intensity Training: Wie es beim Abnehmen hilft

Medizinisch geprüft von Dr. med. Johannes von Büren

Zuletzt aktualisiert am

Low-Intensity Training: Wie es beim Abnehmen hilft

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Was ist Low-Intensity Training?

Low-Intensity Training beschreibt körperliche Aktivitäten mit bewusst niedriger bis moderater Intensität. Moderate Intensität bedeutet, dass die Anstrengung spürbar, aber nicht überfordernd ist – du kannst dich während des Trainings problemlos unterhalten. Eine einfache Faustregel lautet: Solange du nicht außer Atem gerätst, befindest du dich im Low-Intensity-Bereich. Dabei liegt der Puls meist zwischen 50 und 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz, was eine schonende Belastung für den Körper ermöglicht.

Um die 50–60 % der maximalen Herzfrequenz (HFmax) zu berechnen, kannst du diesen Schritten folgen:

  1. Berechne deine maximale Herzfrequenz (HFmax): Eine gängige Formel ist: 220 – dein Alter [7]. Beispiel: Wenn du 52 Jahre alt bist, wäre deine HFmax: 220 – 52 = 168 Schläge pro Minute.
  2. Berechne 50–60 % der HFmax: 50 %: HFmax × 0,5 → 168 × 0,5 = 84 BPM 60 %: HFmax × 0,6 → 168 × 0,6 = 101 BPM

Dein Zielbereich:

Für Low-Intensity Training sollte dein Puls, in diesem Beispiel, zwischen 84 und 101 Schlägen pro Minute liegen. Du kannst während des Trainings regelmäßig deinen Puls messen (z. B. mit einem Fitnessarmband oder durch manuelles Zählen), um sicherzustellen, dass du im richtigen Bereich bleibst. Die Trainingsdauer beträgt in der Regel 30 bis 60 Minuten, da die Belastung gering ist und leichter über längere Zeit durchgehalten werden kann.

Warum hilft Low-Intensity Training beim Abnehmen

Untersuchungen zeigen, dass ein Training mit niedriger bis moderater Intensität von den meisten Menschen besser durchgehalten wird als hochintensive Workouts [1]. Das liegt daran, dass die geringere körperliche Belastung weniger Ermüdung verursacht und die Motivation erhalten bleibt.

Beim Abnehmen ist Low-Intensity Training besonders wirksam, da der Körper bei moderater Belastung bevorzugt auf Fettreserven als Energiequelle zurückgreift [6]. Dieser Prozess, die aerobe Energiegewinnung, nutzt Sauerstoff, um Fette und Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln. Der Prozess ist effizient, weil über einen längeren Zeitraum eine stabile Energieversorgung ermöglicht wird, ohne den Körper zu stark zu belasten. Dadurch kannst du länger aktiv bleiben, ohne schnelle Erschöpfung oder Leistungsabfall zu erleben, was den Trainingserfolg nachhaltig unterstützt [1,5,6].

Low-Intensity Training regt gezielt die Fettverbrennung an – besonders bei Trainingseinheiten von 30 bis 60 Minuten. Da es sich in den Alltag integrieren lässt, bietet Low-Intensity Training eine nachhaltige Möglichkeit, regelmäßiger Bewegung nachzugehen. Kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung wird Low-Intensity Training zu einem wichtigen Baustein für einen langfristigen und erfolgreichen Gewichtsverlust [8].

Wie funktioniert Low-Intensity Training?

Low-Intensity Training basiert auf kontinuierlicher Bewegung mit geringer Intensität und lässt sich in den Alltag integrieren. Ein typisches Beispiel ist ein Spaziergang, der zunächst mit einem zügigen Tempo von drei bis fünf Minuten beginnt, um den Körper aufzuwärmen. Anschließend wird das Tempo reduziert und gleichmäßig über einen längeren Zeitraum beibehalten. Dabei bleibt der Herzschlag konstant im Bereich von 50 bis 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz, was sich mit der aeroben Energiegewinnung deckt [6].

Ein weiteres Beispiel für Low-Intensity Training ist Radfahren in einem moderaten Tempo auf ebenem Gelände. Hier kannst du für etwa 30 bis 60 Minuten fahren, ohne dich zu überanstrengen. Währenddessen bleibt dein Puls im optimalen Bereich, und du kannst dich problemlos unterhalten. Das Training lässt sich leicht in den Alltag integrieren, beispielsweise als entspannte Feierabendaktivität [8].

Im Gegensatz dazu setzt das High-Intensity Interval Training (HIIT) auf kurze, sehr intensive Belastungsphasen, die sich mit Erholungsphasen abwechseln. Diese Methode ist besonders effektiv, um die allgemeine Fitness zu steigern und die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern [1]. Da HIIT sehr anspruchsvoll ist, erfordert es jedoch eine gute Grundkondition und sollte mit Vorsicht ausgeführt werden, um Überlastungen oder Verletzungen zu vermeiden.

Low-Intensity vs. High-Intensity Interval Training

  • *Low-Intensity Training: High-Intensity Interval Training*
  • Lange, gleichmäßige Belastung bei moderater Intensität.: Kurze, intensive Workouts mit hohen Belastungsphasen, z. B. Sprints.
  • Ideal für Anfänger:innen oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.: Besonders geeignet für erfahrene Sportler:innen.
  • Geringes Verletzungsrisiko durch moderate Belastung.: Höheres Verletzungsrisiko bei unsachgemäßer Ausführung.
  • Benötigt meist keine speziellen Geräte, einfache Bewegungen genügen.: Oft werden Gewichte, Fitnessbänder oder andere Hilfsmittel eingesetzt, um die Intensität zu erhöhen.
  • Kann fast überall durchgeführt werden, z. B. draußen beim Spazierengehen oder Radfahren.: Wird oft in Fitnessstudios oder zu Hause mit genug Platz durchgeführt.

Für wen eignet sich Low-Intensity Training?

Low-Intensity Training ist ideal für Menschen jeden Fitnesslevels und eignet sich besonders für folgende Zielgruppen:

Personen mit Übergewicht oder Adipositas

Das Training ist gelenkschonend und ermöglicht einen sanften Einstieg in den Sport. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung unterstützt es den Abnehmerfolg und lässt sich leicht in den Alltag integrieren [3].

Ältere Menschen

Low-Intensity Training fördert die Mobilität, regt den Stoffwechsel an und stärkt die Gesundheit. Zusätzlich kann Gruppentraining soziale Kontakte fördern und das Risiko von Isolation im Alter senken [10].

Menschen mit chronischen Erkrankungen

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes ist moderate Bewegung vorteilhaft [2,3]. Sie kann Übergewicht reduzieren, das als Risikofaktor für viele Krankheiten gilt, und auch Menschen mit Prädiabetes unterstützen.

Personen mit psychischen Erkrankungen

Low-Intensity Training hilft, Stress abzubauen, Endorphine freizusetzen und das mentale Wohlbefinden zu steigern. Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für Depressionen und andere psychische Erkrankungen senken kann [4,10].

Erfolg

Geschafft habe ich bis jetzt 12,5 kg in 7 Monaten und obwohl es natürlich am Anfang leichter war und jetzt langsamer geht, scheint mir das Ziel realistisch.

Andrea
Andreas Geschichte lesen

Beliebte Low-Intensity-Sportarten

Es gibt zahlreiche Sportarten, die sich ideal für Low-Intensity Training eignen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Yoga: Verbessert die Beweglichkeit und reduziert Stress.
  • Spazierengehen oder Wandern: Einfach, effektiv und flexibel.
  • Schwimmen: Gelenkschonend und für alle Altersgruppen geeignet.
  • Radfahren: Perfekt für ein Ausdauertraining im Freien.
  • Tai-Chi: Unterstützt die Koordination und Entspannung.
  • Wassergymnastik: Schonend und effektiv Trainingsmethode.

Eine Sportart ist als Low-Intensity Training geeignet, wenn die Bewegungen mit moderater Intensität ausgeführt werden und der Puls im Bereich von 50 bis 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz bleibt. Du solltest dich während der Aktivität problemlos unterhalten können, ohne außer Atem zu geraten.

5 Vorteile des Low-Intensity Trainings

Low-Intensity Training bietet zahlreiche Vorteile, die es zu einer attraktiven Trainingsmethode machen:

  1. Ideal für Anfänger:innen: Low-Intensity Training erfordert keine Vorkenntnisse oder hohe Fitness. Dadurch bietet es einen einfachen und motivierenden Einstieg in regelmäßige Bewegung, selbst für absolute Sportanfänger:innen.
  2. Geringes Verletzungsrisiko: Durch die moderate Belastung und sanfte Bewegungsabläufe minimiert Low-Intensity Training das Risiko von Überlastungen oder Verletzungen, was es besonders sicher für Menschen mit körperlichen Einschränkungen macht.
  3. Nachhaltig und alltagstauglich: Dank der geringen Intensität lässt sich das Training leichter in den Alltag integrieren und langfristig durchhalten. Es eignet sich hervorragend, um eine regelmäßige Bewegungsroutine zu entwickeln.
  4. Vielfältige gesundheitliche Vorteile: Low-Intensity Training unterstützt die Fettverbrennung, stärkt das Herz-Kreislauf-System und kann bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzproblemen einen positiven Beitrag leisten.
  5. Flexibilität und einfache Umsetzung: Low-Intensity-Training erfordert keine speziellen Geräte oder Fitnessstudios. Ob zu Hause, draußen oder im Park – die Übungen können fast überall durchgeführt werden, was es zu einer sehr flexiblen und zugänglichen Trainingsform macht.

Fazit

Low-Intensity Training ist eine Möglichkeit, aktiv zu bleiben, ohne den Körper zu überfordern. Es fördert die Fettverbrennung, stärkt das Herz-Kreislauf-System und wirkt sich positiv auf das mentale Wohlbefinden aus. Durch die niedrige bis moderate Belastung bleibt das Training angenehm und gut durchführbar, birgt ein geringes Verletzungsrisiko und eignet sich für Menschen jeden Fitnesslevels. Low-Intensity Training ist eine nachhaltige und vielseitige Trainingsmethode, die sich flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassen lässt.

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