Erkrankungen
Blasenschwäche und Inkontinenz durch Übergewicht
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Die verschiedenen Formen der Blasenschwäche
Als Harninkontinenz oder Blasenschwäche bezeichnen Mediziner:innen den ungewollten Verlust von Urin aus der Blase. Dabei unterscheiden sie verschiedene Arten der Inkontinenz:
- Dranginkontinenz
- Belastungsinkontinenz
- Mischinkontinenz
1. Dranginkontinenz
Ursachen der Dranginkontinenz
2. Belastungsinkontinenz
Früher auch als Stressinkontinenz bekannt, ist die Belastungsinkontinenz die häufigste Form der Blasenschwäche. In Folge eines schwachen Beckenbodens in Kombination mit einer leichten Senkung der Organe im Becken überfordert der Druck aus dem Bauchraum den Schließmuskel der Blase. Dadurch führen besondere Belastungen beim Husten, Niesen oder Heben schwerer Gegenstände zum Verlust von Urin.
Je nach Schwere der Symptome und der damit einhergehenden Einschränkungen teilen Ärzt:innen die Belastungsinkontinenz in drei Grade ein:
Ursachen der Belastungsinkontinenz
Zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Belastungsinkontinenz gehören Schwangerschaften und Geburten. Diese schwächen die Muskeln und Bänder des Beckenbodens oft nachhaltig. Da zusätzliches Gewicht den Druck im Bauchraum erhöht, wird die Belastungsinkontinenz außerdem durch Übergewicht und Adipositas begünstigt. Eine bereits bestehende Inkontinenz kann sich durch eine Gewichtszunahme verschlimmern.
3. Mischinkontinenz
Motivation
Was mir an zanadio gefällt ist der Weg der Selbsterkenntnis.
Inkontinenz durch Übergewicht?
Die sogenannte „Nurses Health Study“ [1], eine Studie an mehr als 120.000 Krankenschwestern in den USA teilnahmen, kommt zu dem Schluss, dass Frauen mit Adipositas 1,6 Mal so häufig an Harninkontinenz litten wie Normalgewichtige gleichen Alters. Dabei stellten die Forscher:innen besonders deutliche Zusammenhänge zwischen einem hohen BMI und einer Dranginkontinenz sowie einem breiten Hüftumfang und einer Belastungsinkontinenz fest. Die Art und Verteilung des Übergewichts scheint sich also unterschiedlich auf die verschiedenen Arten der Inkontinenz auszuwirken.
Besonders belastend für den Beckenboden und die Blase ist die Kombination aus Übergewicht und Diabetes mellitus. Beide Erkrankungen schwächen die Blasenmuskulatur und begünstigen dadurch alle Arten von Inkontinenz. Die im Rahmen von Diabetes häufig auftretenden Nervenschäden können maßgeblich an der Entstehung einer Dranginkontinenz beteiligt sein.
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Diagnose der Inkontinenz
Behandlung von Blasenschwäche und Inkontinenz
Beckenbodentraining
Vor allem bei einer Belastungsinkontinenz ist Beckenbodentraining eine der besten Therapiemöglichkeiten. Schwangere Frauen können diese Art der Stärkung der Beckenbodenmuskulatur auch vorbeugend erlernen. Damit senken sie ihr Risiko für eine Inkontinenz nach der Geburt.
In einigen Fällen hilft das gezielte An- und Entspannen des Beckenbodens auch, die Symptome einer Dranginkontinenz zu lindern. Den Beckenboden gezielt zu stärken, ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Wichtig ist, dass die Übungen durch eine:n erfahrene:n Therapeut:in angeleitet werden. Wenn du ein gutes Gefühl für deinen Beckenboden gewonnen hast, kannst du das Training später auch selbstständig durchführen.
Verhaltensänderung
Gewichtsabnahme
Studien zeigen, dass Frauen und Männer mit Übergewicht oder Adipositas und Inkontinenz die Häufigkeit und Schwere ihrer Symptome durch einen moderaten Gewichtsverlust deutlich reduzieren konnten. Eine Studie fasst ihre Ergebnisse diesbezüglich sogar in Zahlen: 5 % Gewichtsverlust setzen die Forscher:innen gleich mit einem 8 % niedrigeren Risiko für Harninkontinenz [3]. Zudem haben ein moderater Gewichtsverlust und eine Ernährungsumstellung zusätzliche positive Effekte für das gesamte Wohlbefinden.
Eine bei starkem Übergewicht durchgeführte bariatrische Operation führt nicht nur zu einer vermehrten Gewichtsabnahme. Auch die Prävalenz von Harninkontinenz nimmt stärker ab, wenn diese durch das höhere Gewicht bedingt ist. Dies ergab eine Studie von 2015 aus San Francisco. [4]
Medikamente
Operationen bei einer Inkontinenz
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