Adipositas-Behandlung
Magenverkleinerung zur Gewichtsabnahme
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Magenverkleinerung?
- Ziele einer Magen-OP
- Überblick Operationsverfahren
- Magenverkleinerung: Wann ist sie sinnvoll?
- Adipositas-Chirurgie: Zahlt die Krankenkasse?
- Grundvoraussetzungen für Adipositas-Operation
- Ausnahme für Therapienachweis: BMI über 50
- Risiken der Operation
- Leben nach der Magenverkleinerung
- Gibt es Alternativen zur Magenverkleinerung?
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Was ist eine Magenverkleinerung?
Operative Eingriffe mit dem Ziel einer Gewichtsabnahme, die den Magen-Darm-Trakt so verändern, dass er nur noch kleine Mengen aufnehmen kann, werden als Adipositas-Chirurgie oder bariatrische Operationen bezeichnet. Eine Magenverkleinerung kann Menschen dabei helfen, dauerhaft ein gesundes Gewicht zu erreichen.
Die Verfahren lassen sich in revesible (umkehrbare) und irreversible (nicht umkehrbare) Magenverkleinerung einteilen. Zu den reversiblen Techniken gehört der Magenballon und das Magenband, irreversible Magen-OPs sind der Schlauchmagen (auch Sleeve Gastrektomie) und der Magenbypass. Alle genannten Verfahren sind restriktiv, das heißt, sie führen zu einer Einschränkung der aufnehmbaren Nahrungsmenge.
Ziele einer Magen-OP
Überblick Operationsverfahren
Die gängigsten Verfahren der Adipositas Chirurgie haben wir hier zusammengestellt. Wenn du dich für eine Operation interessierst, kannst du dich direkt bei Kliniken, die Adipositas-Chirurgie durchführen, ausführlich informieren. Es gibt vier Verfahren:
- Operation: Magenbypass · Operationsverfahren: Der Magen wird knapp unterhalb des Mageneingangs durchtrennt. Hier wird dann der Dünndarm angeschlossen · Konsequenz: Geringeres Magenvolumen für Nahrung und hormonelle Veränderungen, die sich positiv auf Zuckerstoffwechsel, das heißt auch bei Diabetes Typ 2 und Insulinresistenz, auswirken. · Dauerhafte Veränderung?: Dauerhafte Veränderung des Magen-Darm-Trakts
- Operation: Schlauchmagen · Operationsverfahren: Ein Teil des Magens wird entfernt, sodass nur ein schlauchförmiger kleiner Restmagen bleibt. · Konsequenz: Geringeres Magenvolumen und weniger Hunger durch hormonelle Veränderungen. Eher nicht geeignet bei Refluxerkrankung. · Dauerhafte Veränderung?: Dauerhafte Veränderung des Magen-Darm-Trakts
- Operation: Magenband · Operationsverfahren: Das Magenband wird um den oberen Teil des Magens gelegt und das Volumen so stark verkleinert. · Konsequenz: Durch das geringere Volumen des Magens entsteht auch hier eine frühzeitige Sättigung. · Dauerhafte Veränderung?: Revidierbar, das heißt, das Magenband kann wieder entfernt werden
- Operation: Magenballon · Operationsverfahren: Ein Ballon aus Silikon oder Kunststoff wird in den Magen eingesetzt – meist per Magenspiegelung. Dort verringert er das Volumen. · Konsequenz: Durch das geringere Volumen des Magens entsteht auch hier eine frühzeitige Sättigung. · Dauerhafte Veränderung?: Revidierbar, das heißt, Ballon kann wieder entfernt werden
Motivation
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Magenverkleinerung: Wann ist sie sinnvoll?
Operative Eingriffe mit dem Ziel einer Gewichtsabnahme, die den Magen-Darm-Trakt so verändern, dass er nur noch kleine Mengen aufnehmen kann, werden als Adipositas-Chirurgie oder bariatrische Operationen bezeichnet. Eine Magenverkleinerung kann Menschen dabei helfen, dauerhaft ein gesundes Gewicht zu erreichen.
In den offiziellen Empfehlungen zur Prävention und Therapie von Adipositas, den sogenannten S3-Leitlinien, ist klar definiert, wann eine bariatrische Operation sinnvoll ist und wann nicht. Wenn die in den Leitlinien definierten Kriterien bei Adipositas-Patient:innen vorliegen, sprechen Ärzt:innen von einer „Indikation“ für den Eingriff. Liegen Gründe vor, die gegen eine Operation sprechen, besteht eine „Kontraindikation“.
Adipositas-Chirurgie: Zahlt die Krankenkasse?
Ob die Kosten für eine bariatrische Operation übernommen werden, wird im Einzelfall von der Krankenkasse geprüft. Patient:innen müssen dazu einenAntrag auf Kostenübernahme stellen. Hierzu müssen die nachfolgend beschriebenen Grundvoraussetzungen erfüllt sein.
Es ist auch möglich, die Operation als Selbstzahler durchführen zu lassen. Hierbei belaufen sich die Kosten für eine Schlauchmagen oder Magenbypass-Operation inklusive 5–7 tägigem Krankenhausaufenthalt auf circa 8.000–15.000 Euro. Bei einer Magenband-OP entstehen Kosten von ungefähr 6.000–9.000 Euro und bei einem Magenballon von 2.500–4.000 Euro. [3]
Was beinhaltet der Antrag?
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Grundvoraussetzungen für Adipositas-Operation
Die Antragsteller:innen müssen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und es darf keine Schwangerschaft bestehen. Für eine Operation spricht laut S3-Leitlinie:
- ein BMI ≥ 40 kg/m2 ohne Begleiterkrankungen und Kontraindikationen, wenn die konservative Therapie erschöpft ist.
- ein BMI ≥ 35 kg/m2 mit einer oder mehrerenAdipositas-assoziierten Begleiterkrankungen wie u.a. Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, arterieller Hypertonus, Schlafapnoesyndrom, Asthma, wenn zusätzlich die konservative Therapie erschöpft ist.
Konservative Therapie ist Voraussetzung für Operation
Therapie-Nachweise für den OP-Antrag
Ernährungstherapie
Bewegungstherapie
Verhaltenstherapie
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Ausnahme für Therapienachweis: BMI über 50
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Risiken der Operation
Studie: Anfälligkeit für Suchtmittel erhöht
Leben nach der Magenverkleinerung
Wie verändert sich der Körper nach der Operation?
Durch das kleine Magenvolumen können Patient:innen nach der Operation nur geringe Mengen essen und müssen sehr gut kauen. Bei zu viel oder zu schnellem Essen, kommt es leicht zu Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Da bei einigen Operationsmethoden die Nährstoffaufnahme anschließend nicht mehr so funktioniert wie zuvor, müssen viele für den Rest ihres Lebens Vitamin- und Mineralstoffpräparate einnehmen. Diese müssen selbst bezahlt werden.
Da nach einer bariatrischen Operation oftmals viel Gewicht abgenommen wird, bleibt häufig überschüssige Haut an Armen, Bauch, Gesäß, Brust und Beinen zurück. Eine Hautstraffung zählt meist zur Kategorie “Schönheitsoperation” und wird daher nur von den Krankenkassen übernommen, wenn der Eingriff medizinisch notwendig ist.
Dauerhafte Ernährungsumstellung
Gibt es Alternativen zur Magenverkleinerung?
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