Über Adipositas
Was bedeuten die Adipositas Grade?
Digitale Adipositas-Therapie
- Ganzheitliches Programm
- Wissenschaftlich fundiert
- Persönlich für dich da
- Kostenlos auf Rezept
Welche Adipositas Grade gibt es?
Grade der Adipositas
- *BMI: Adipositas-Grad*
- 25 bis 29,9: Präadipositas
- ab 30: Adipositas Grad 1
- ab 35: Adipositas Grad 2
- ab 40: Adipositas Grad 3 (Adipositas per magna)
Wie werden die Adipositas Grade festgestellt?
WHR als zusätzlicher Indikator
Neben dem BMI wird die Waist-to-Hip-Ratio (WHR) zur Bestimmung des Risikos für Folgeerkrankungen von Adipositas herangezogen. Die WHR ist das Taillen-Hüft-Verhältnis und gibt eine Auskunft über das vorhandene Bauchfett.
WHR = Taillenumfang/Hüftumfang
Bauchfett: Marker für Krankheitsrisiko
Risiko für Folgeerkrankungen je Adipositas Grad
Mit Zunahme des Übergewichts bzw. der Adipositas steigt auch das Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen.
- *BMI: 25 bis 29,9 · Adipositas Grad: Präadipositas · Risiko für Begleiterkrankungen*: gering erhöht, zur Beurteilung WHR mit einbeziehen
- *BMI: 30-34,9 · Adipositas Grad: Adipositas Grad 1 · Risiko für Begleiterkrankungen*: erhöht
- *BMI: 35-39,9 · Adipositas Grad: Adipositas Grad 2 · Risiko für Begleiterkrankungen*: hoch
- *BMI: ab 40 · Adipositas Grad: Adipositas Grad 3 · Risiko für Begleiterkrankungen*: sehr hoch
Erfolg
Geschafft habe ich bis jetzt 12,5 kg in 7 Monaten und obwohl es natürlich am Anfang leichter war und jetzt langsamer geht, scheint mir das Ziel realistisch.
Präadipositas (BMI 25-29,9)
Mögliche Folgeerkrankungen
Was tun?
Es ist sinnvoll abzunehmen, bevor sich vermehrt Fett um den Bauch anlagert und das Gewicht in den Bereich der Adipositas kommt. Zum einen wird so Krankheitsrisiken vorgebeugt, die mit dem Gewicht beziehungsweise vor allem dem Bauchfett steigen. Außerdem führt die Gewichtsreduktion oft auch zu einer besseren Beweglichkeit und größerem Wohlbefinden. Wichtig ist eine langfristige Umstellung deiner Essgewohnheiten, statt schneller Diäten, um abzunehmen und das Gewicht halten zu können.
➚ Hier erfährst du mehr überPräadipositas.
Adipositas Grad 1 (BMI 30-34,9)
Der erste Grad der Adipositas ist bei einem Body-Mass-Index von 30 erreicht und besteht bis zu einem BMI von 34,9. Die Gefahr von Folgeerkrankungen ist erhöht.
Mögliche Folgeerkrankungen
Insulinresistenz, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, sind nur einige der Folgeerkrankungen, die durch Adipositas entstehen können. Bereits bei Adipositas Grad 1 kann das Risiko erhöht sein, an ihnen zu erkranken. [1]➚ Hier erfährst du mehr über die Folgeerkrankungen von Adipositas.
Sonderfälle
Sportler:innen: Als Ausnahme gelten Leistungssportler:innen, wie etwa Boxer:innen, die trotz geringen Körperfetts durch ihre hohe Muskelmasse auf einen BMI im Adipositas-Bereich kommen. Auch bei einer Adipositas Grad 1 gilt es daher, die WHR zur Beurteilung hinzuzuziehen.
Lipödem: Zudem fallen Menschen mit einem sogenannten Lipödem laut BMI häufig in den adipösen Bereich, obwohl sie wenig Bauchfett haben. Bei ihnen vermehren sich krankhaft veränderte Fettzellen an Beinen und Po unverhältnismäßig stark. Sollte dies zutreffen, kann ein:e Venen- und Gefäßspezialist:in oder ein:e Phlebolog:in, weiterhelfen.
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Adipositas Grad 2 (BMI 35-39,9)
Der zweite Grad der Adipositas liegt bei einem BMI zwischen 35 und 39,9. Das Übergewicht ist hier stark fortgeschritten und die Folgen machen sich im Alltag deutlich bemerkbar. Menschen mit einer Adipositas Grad 2 sind häufigkurzatmig, schnell erschöpft, habenRücken- und Gelenkschmerzen und sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.
Je länger der BMI in diesem Bereich liegt, und vor allem das vermehrte Bauchfett besteht, desto wahrscheinlicher sind bei der Adipositas zweiten Grades Folgeerkrankungen.
Mögliche Folgeerkrankungen
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Insulinresistenz
- Fettstoffwechselstörungen
- Fettleber
- Arteriosklerose (Verkalkung der Gefäße)
- Gicht (Hyperurikämie)
Zusätzlich ist das Risiko für noch schwerwiegendere Folgeerkrankungen, wie Diabetes Typ 2, Schlaganfall und Herzinfarkt, bereits stark erhöht. Darüber hinaus kann Adipositas auch große eine große Belastung für die Psyche sein.
Therapiemöglichkeiten für Adipositas Grad 1 und 2
Mit dem steigenden Grad wird eine professionelle Unterstützung und eine ganzheitlicheAdipositas-Therapie immer wichtiger.
Bei allen Formen der Adipositas gibt es nur ein Mittel, um den Stoffwechsel wieder ins Lot zu bekommen und Folgeerkrankungen zu minimieren: Abnehmen.
Die Basistherapie
Inhalte der Ernährungstherapie
Was bedeutet eine „gesunde Gewichtsabnahme“?
Extrem einseitige Ernährungsformen oder Crash-Diäten führen langfristig nicht ans Ziel. Vielmehr geht es um eine nachhaltige Ernährungsumstellung. Dabei wird eine ausgewogene Ernährung mit einem individuellen, täglichen Energiedefizit von ca. 500 bis 600 kcal/Tag empfohlen. Dies führt zu einem Gewichtsverlust von ca. 0,5 kg pro Woche über etwa drei Monate. Das kann durch den Verzehr von Lebensmitteln mit einer niedrigen Energiedichte und einem moderaten Fettverzehr erreicht werden.
Formular-Diäten können bei Patienten ab BMI 30 und medizinischer Notwendigkeit zur kurzfristigen Gewichtsabnahme eingesetzt werden. Dies sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Gleichzeitig sollte mehr Bewegung in den Alltag eingebaut werden. Nach maximal drei Monaten sollte die Formula-Diät durch eine Reduktionskost ersetzt werden. Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Ernährungstherapie stets an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
Inhalte der Bewegungstherapie
Inhalte der Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie ist ein wichtiger Teil der Adipositas-Therapie. Es kommen Methoden zum Einsatz, die Verhaltensweisen verändern können, welche zur Adipositas beitragen. Die Behandlung besteht aus Lebensstilinterventionen (z. B. verbessertes Ernährungs-, Bewegungsverhalten und Stressmanagement) und verhaltenstherapeutischen Methoden. Elemente der Verhaltenstherapie sind:
- Selbstbeobachtung
- flexibles Ess- und Bewegungsverhalten
- kognitive Umstrukturierung (auflösen “falscher” Gedankenmuster)
- Zielvereinbarungen
- Konfliktlösung
- Sozialkompetenztraining
- Verstärkerstrategien (Belohnung von Veränderungen)
- Rückfallprävention
- soziale Unterstützung
➚ Hier erfährst du, mehr über Verhaltenstherapie bei Adipositas
Die Adipositas-Therapie kann sowohl ambulant vor Ort oder örtlich und zeitlich flexibel digital stattfinden. Mit Adipositas Grad 1 und 2 kannst du die digitale Adipositas-Therapie zanadio auf Rezept nutzen. zanadio bietet dir eine persönliche und digitale Möglichkeit, deine Adipositas zu behandeln – ohne kurzfristigen Verzicht, Verbote oder Kalorienzählen. Es geht um eine langfristige Verhaltensänderung: Verhalten, Bewegung und Ernährung sind die Grundbausteine des Programms. Erfahre hier mehr.
Medikamente
Darüber hinaus kann eine begleitende medikamentöse Behandlung mit Antiadiposita in Betracht gezogen werden. Sie hemmen die Fettaufnahme aus dem Darm. Medikamente sollen das Abnehmen jedoch lediglich zusätzlich fördern. Die behandelndenen Ärzt:innen, wie etwa Hausärzt:innen, Internist:innen oder Endokrinolog:innen entscheiden, ob Medikamente zum Einsatz kommen.
Wichtig zu wissen: parallel zur Medikamenteneinnahme muss eine Ernährungsumstellung erfolgen. Ziel ist es, dass grundsätzlich bedarfsgerecht gegessen wird und die Mahlzeiten so zusammengestellt sind, dass eine Abnahme erfolgen kann. Ohne eine konventionellen Adipositastherapie, bestehend aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie, werden Medikamente nicht verschrieben und hätten auch keinen merklichen Effekt.
➚ Erfahre mehr über Medikamente zum Abnehmen.
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Adipositas Grad 3: permagna (BMI ab 40)
Adipositas Grad 3 ist die schwerwiegendste Form von Adipositas mit einem BMI von 40 oder mehr. Es wird auch als Adipositas permagna oder morbide Adipositas bezeichnet. Diese Form von Adipositas führt zu Symptomen wie reduzierter Leistungsfähigkeit, starker Schweißbildung (Hyperhidrose), Gelenkproblemen, Knie- und Rückenschmerzen sowie psychischen Belastungen.
Psychische Symptome können durch Selbstzweifel und Frustration, aber auch psychosoziale Probleme infolge des hohen Körpergewichts entstehen. Patient:innen haben häufig Schwierigkeiten, ihren Beruf weiter auszuführen und isolieren sich von ihrem Umfeld. Auch kommen behandlungsbedürftige Depressionen bei Betroffenen häufiger vor.
Folgeerkrankungen
Diese Form der Adipositas birgt ein hohes Risiko für Folgeerkrankungen. Neben den genannten Folgeerkrankungen, die bei Adipositas Grad 2 auftreten können, ist das Risiko für weitere Erkrankungen stark erhöht.
Stark erhöhtes Risiko für:
- Diabetes Typ 2
- koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall
- Krebserkrankungen
Therapiemöglichkeiten für Adipositas Grad 3
Für Adipositas Grad 3 können, neben den Therapiemöglichkeiten für die ersten beiden Adipositas Grade, bariatrische Operationen als letztes Mittel angewendet werden. Diese Operationen führen zu einer Magenverkleinerung. Zu diesen zählen der Magenbypass, Schlauchmagen, Magenband oder Magenballon.
Diese Operationen können einen effektiven, nachhaltigen und langfristigen Gewichtsverlust ermöglichen, da nur noch kleine Mengen an Nahrung verzehrt werden können. Mehr Informationen findest du in unserem Artikel über bariatrische OPs. Die bariatrische Chirurgie ist momentan die effektivste Methode, um Gewicht und Folgeerkrankungen von Adipositas-Betroffenen nachhaltig zu reduzieren.
Alle Adipositas-Therapien erfordern normalerweise eine lebenslange Nachsorge, um die weitreichende Lebensumstellung und den Gewichtsverlust nachhaltig aufrechtzuerhalten.
Quellen
zanadio: kostenlos auf Rezept
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