Über Adipositas
Bauchfett: Diese Arten gibt es
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Welche Arten von Bauchfett gibt es?
Subkutanes Bauchfett als Energiespeicher
Problem: Essen im Überfluss
Wärmespeicher und Schutz
Viszerales Fett
Besteht ein Energieüberschuss, also zu viele Kalorien, über einen längeren Zeitraum, legt der Körper weitere Depots im Bauchraum an. Das Fettgewebe, das hier entsteht, heißt viszerales Fett und wird auch als „aktiv“ bezeichnet. Es ist ganz anders als das subkutane Fett. Es ist nicht einfach nur da, sondern hat eine hormonelle Wirkungung, genau wie andere stoffwechselaktive Organe auch. Damit gilt das Bauchfett als eigener Risikofaktor für verschiedene Folgeerkrankungen.
➚ Hier findest du mehr über Fettzellen und ihre Funktionen.
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Bauchfett erhöht Krankheitsrisiko
Das viszerale Fett, das sich im Bauchraum um die Organe anlagert und sich sogar in die Organe setzen kann, führt zu Veränderungen im Stoffwechsel. Es sendet um die 200 Stoffe aus, darunter auch entzündungsfördernde Botenstoffe (Adipokine) und Hormone, die diverse Systeme im Körper negativ beeinflussen. Sie können etwa verschiedene Entzündungsprozesse, Bluthochdruck, Insulinresistenz und langfristig auch Diabetes Typ 2 fördern. In Kombination werden diese Erscheinungen auch als Metabolisches Syndrom bezeichnet.
➚ Wie du Bauchfett loswirst, liest du in unserem Artikel Bauchfett verlieren.
Gefahren von Bauchfett
Hormon-Produktion: Das viszerale Bauchfett produziert Hormone, darunter etwa das hungermachende Hormon Ghrelin. Dieses führt dazu, dass Menschen mit viel Bauchfett oft mehr Hunger verspüren als Menschen mit weniger Bauchfett. Zusätzlich bringt das Fett durch seine eigene Produktionsstätte weitere Hormone durcheinander, bei Frauen die weiblichen Östrogene. Frauen mit Adipositas haben daher vermehrt Schwierigkeiten, schwanger zu werden[1].
Fördert Entzündungen: Bauchfett sendet entzündungsfördernde Stoffe aus und ist damit eine Quelle für Entzündungsprozesse im Körper[2].
Risikofaktor für Diabetes: Das Risiko an Diabetes zu erkranken, ist bereits bei einem BMI von 25 um das drei- bis vierfache erhöht. Bei einem BMI ab 30 steigt das Risiko sogar um das dreißigfache an. Das Bauchfett ist hierbei ein besonderer Risikofaktor[3].
Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bei vielen Adipösen, die Übergewicht durch eine falsche Ernährung und zu wenig Bewegung entwickelt haben, kommt es auf Dauer zu einer fortschreitenden Arteriosklerose, einer Verkalkung der Gefäße. Diese kann als Folge zu weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einem Herzinfarkt führen[4].
Was ist zu viel Bauchfett?
Bauchumfang ermitteln
Um einen Hinweis darauf zu bekommen, wie viel viszerales Fett du im Bauchraum gespeichert hast und wie hoch damit dein Risiko durch das Bauchfett für Folgeerkrankungen ist, kannst du mithilfe deines Taillen- und Hüftumfangs erfahren.
➚ Hier liest du, wie du deinen Bauchumfang richtig misst.
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Ursachen von Bauchfett
Eine wichtige Ursache für ein vermehrtes Bauchfett ist eine Fehlernährung. Das heißt theoretisch, dass mehr Energie zugeführt wird als der Körper benötigt. So ist er gezwungen immer mehr Fett, subkutanes und auch Bauchfett, anzulegen.
Da Nahrung im Überfluss zur Verfügung steht, gibt es keine Zeiten, in denen die gespeicherte Energie gebraucht wird. Somit wird das Fettgewebe immer größer. Das Gewicht steigt und aus Übergewicht wird oftmals Adipositas.
Viele Kalorien durch Industrieprodukte
Gründe für zu viel Bauchfett und Adipositas:
- viele Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Kuchen, Süßigkeiten
- Softdrinks und andere süße Getränke
- regelmäßiger Alkoholkonsum
- Fettige verarbeitete Produkte wie Pommes, Chips und Backwaren
- Fertigprodukte und Fast-Food
- viele kleine Snacks
- wenig natürliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte
- wenig Bewegung
Häufiges Snacken fördert Bauchfett
Vor allem viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, fördern die Speicherung von Bauchfett. Durch das Snacken kommt der Körper nie in die Lage das Fett, das er bereits in seinen Speichern gebunkert hat, zu nutzen. Es kommt ständig Nachschub und der Körper füllt die Speicher immer mehr auf, anstatt sie zu leeren.
Neben einer Ernährung mit übermäßiger Kalorienzufuhr und einem Alltag mit zu wenig Bewegung, kann es noch weitere Ursachen dafür geben, dass dauerhaft eine Adipositas entsteht, wie zum Beispiel bestimmte Medikamente oder Erkrankungen.
Bierbauch: Kann der Bauch vom Bier kommen?
Alkohol und Fettleber
Quellen
- www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5845358/
- pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24529130/
- pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/
- www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5599249/
- www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7685947/
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