Über Adipositas
Gewichtszunahme durch Medikamente
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Diese Medikamente können zur Gewichtszunahme führen
Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Medikamente und Wirkstoffe sowie Arten von Medikamenten, die eine Gewichtszunahme fördern können. Zu den wichtigsten gehören:
- Antidepressiva
- Neuroleptika
- Cortison
- Hormonpräparate
- Betablocker
Dabei gibt es innerhalb der Wirkstoffklassen durchaus Unterschiede, wie stark die Gewichtszunahme mit den jeweiligen Medikamenten durchschnittlich ausfällt. So sorgte der in trizyklischen Antidepressiva enthaltene Wirkstoff Amitriptylin in einer Studie für eine monatliche Gewichtszunahme von 1,8 kg. Mit den Wirkstoffen Nortriptylin und Imipramin nahmen die Probanden hingegen etwa 1 kg pro Monat zu.
Genau wie andere Nebenwirkungen ist die Gewichtszunahme durch Medikamente aber nicht bei jedem gleich. Während der:die eine durch bestimmte Wirkstoffe gar nicht zunimmt, schießt das Gewicht bei jemand anderem vielleicht unkontrolliert in die Höhe.
Erfolg
Nach acht Wochen zanadio habe ich zehn Kilo abnehmen können, seit 15 Wochen insgesamt konnte ich 25 Kilo reduzieren.
Darum nehmen wir mit manchen Medikamenten zu
Antidepressiva und Neuroleptika fördern den Appetit
Einige Antidepressiva verursachen einen trockenen Mund. Dadurch wird unser Trinkverhalten angeregt, was grundsätzlich positiv ist. Greifen wir dabei aber zu süßen und zuckerhaltigen Getränken, nehmen wir schnell mehr Energie auf als wir brauchen.
Außerdem sorgen Antidepressiva und Neuroleptika durch den Eingriff in die Signalübertragung im Gehirn für verstärkten Appetit. Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sind nicht nur für die Stimmung, sondern auch für das Gleichgewicht von Hunger und Sättigung zuständig.
Dementsprechend verändern viele Medikamente gegen psychische Krankheiten auch das Hungergefühl. Wir haben dann verstärkt Appetit auf Süßes und nehmen dadurch mehr Energie zu uns als wir eigentlich brauchen.
➚ In unserem Artikel Gewichtszunahme wegen Antidepressiva erfährst du mehr.
Insulin und Kortison begünstigen Adipositas und erschweren das Abnehmen
Insulin und Kortison sorgen nicht durch eine Steigerung des Appetits für eine Gewichtszunahme. Stattdessen sorgt Insulin dafür, dass in der Leber und dem bereits vorhandenen Fettgewebe mehr Fette gebildet und weniger abgebaut werden. Dadurch wird auch das Abnehmen erschwert. Für Diabetiker:innen ist es deshalb essentiell, dass sie ihren Insulinbedarf genau einschätzen und dosieren.[1]
Kortison wird häufig bei chronischen Entzündungen verordnet, um diese zu lindern. Es begünstigt aber auch den Aufbau von Fettreserven. Einerseits fördert es ganz aktiv den Aufbau von Fett. Andererseits sorgt es dafür, dass Insulin seine Wirkung stärker entfaltet, wodurch das Abbauen der Fettreserven erschwert wird.
Gewichtszunahme durch Betablocker noch unklar
Wassereinlagerungen durch Blutdrucksenker, Hormone, Schmerzmittel und Antidepressiva
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Abnehmen trotz Gewichtszunahme durch Medikamente?
1. Medikamente umstellen bei psychischen Erkrankungen
Wenn du unter einer psychischen Erkrankung leidest, solltest du auf keinen Fall deine Medikamente absetzen – selbst wenn du seit Einnahme stark an Gewicht zugenommen hast. Stattdessen setzt du dich am besten mit deinem:deiner Psychiater:in oder Hausärzt:in zusammen: Es gibt mittlerweile eine große Vielfalt verschiedener Antidepressiva, Neuroleptika und Antipsychotika. Vor allem bei der Entwicklung neuer Antidepressiva-Wirkstoffe gab es große Fortschritte.
Zusammen findet ihr bestimmt eine Alternative, die dir hilft, ohne dich mit zusätzlichem Gewicht zu belasten. Unter Umständen musst du dafür mehrere Präparate probieren, bis du das Richtige findest. Das ist natürlich schwer. Such dir Unterstützung bei Familie und Freund:innen und mache regelmäßige Termine bei Profis, die dir helfen, am Ball zu bleiben.
2. Medikamente möglichst niedrig dosieren
3. Langfristig: Medikamente absetzen
Leidest du unter Depressionen oder Angststörungen, kann dir eine Psychotherapie dabei helfen, deine Probleme auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Das bedeutet zwar zuerst viel Arbeit, lohnt sich aber. Schließlich profitiert davon nicht nur deine seelische, sondern auch deine körperliche Gesundheit.
Musst du aufgrund einer körperlichen Erkrankung gewichtsfördernde Medikamente nehmen, kannst du dich nach alternativen Therapieformen erkundigen. Manchmal kannst du dadurch langfristig auf Medikamente verzichten. Das ist natürlich nicht immer möglich. Aber auch dann musst du nicht verzweifeln.
➚ Lies hier, wie du Motivation beim Abnehmen und Dranbleiben bekommst.
4. Mehr Aktivität und ausgewogener Ernährung
Ja, es stimmt: Musst du bestimmte Medikamente wie Kortison, Insulin oder Antidepressiva nehmen, kann es das Zunehmen erleichtern und das Abnehmen erschweren. Es ist trotzdem nicht unmöglich, Gewicht zu verlieren – nur leider musst du etwas mehr dafür arbeiten.
zanadio hilft dir dabei, mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren und dich ausgewogener zu ernähren. So kannst du nach und nach mit kleinen Schritten erfolgreich abnehmen und dein Gewicht langfristig halten. Sprich mit deinen behandelnden Ärzt:innen über zanadio. Sie können dir bei einem BMI zwischen 30 und 40 ein Rezept ausstellen. Dann zahlt die Krankenkasse die Therapie. Ein Handout für deine Ärzt:in findest du hier zum Download.
Häufig gestellte Fragen
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Quellen
- [1] www.thieme.de
- [2] Viele Medikamente machen Ödeme. CV 16, 28 (2016).
- Wirth, A. (2013). Adipositas: Epidemiologie. Ätiologie. Folgekrankheiten. Therapie. Springer-Verlag.
- Herpertz, S., De Zwaan, M., & Zipfel, S. (Eds.). (2008). Handbuch Essstörungen und Adipositas (Vol. 10). Heidelberg: Springer.
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