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Gewichtszunahme wegen Antidepressiva
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Warum verursachen Antidepressiva eine Gewichtszunahme?
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit etwa 280 Millionen Menschen an Depressionen [1]. In Deutschland gehört die Erkrankung, zusammen mit Angststörungen, zu den häufigsten psychischen Leiden. Zur Behandlung wird häufig eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten empfohlen.
Antidepressiva können Betroffenen helfen, die Symptome ihrer Depression zu lindern. Allerdings berichten Patient:innen, dass sie während der Einnahme an Gewicht zunehmen. Studien zeigen, dass der Effekt je nach Wirkstoff unterschiedlich stark ausfallen kann [2]. Mögliche Gründe hierfür sind:
- Appetitsteigerung: Manche Wirkstoffe fördern die Rückkehr des Appetits, der durch die Depression oft vermindert war.
- Veränderung des Stoffwechsels: Einige Medikamente beeinflussen den Energieverbrauch des Körpers.
- Wassereinlagerungen: Wirkstoffe wie Mirtazapin können Ödeme verursachen, die das Körpergewicht kurzfristig erhöhen [3].
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Vergleich: Welche Wirkstoffe begünstigen eine Gewichtszunahme?
Nicht alle Antidepressiva wirken gleich. Eine aktuelle Studie verglich die Auswirkungen verschiedener Wirkstoffe auf das Körpergewicht [4]:
- Zu einer Gewichtszunahme führende Wirkstoffe: Mirtazapin, Sertralin, Escitalopram, Paroxetin, Venlafaxin, Duloxetin
- Geringe Gewichtszunahme: Bupropion
Die Forschenden vermuten, dass Menschen, die Bupropion einnehmen, weniger Hunger verspüren, weil der Wirkstoff bestimmte Prozesse im Körper aktiviert, die den Appetit regulieren und Hungerhormone hemmen können [5]. Dennoch sind weitere Studien nötig, um die genauen Mechanismen und den Einfluss der Dosierung zu untersuchen.
Motivation
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Wie kann ich eine Gewichtszunahme durch Antidepressiva vermeiden?
1. Achte auf deine Getränkeauswahl
2. Plane deine Mahlzeiten
3. Vermeide Radikaldiäten
4. Bewege dich regelmäßig
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Alternativen und Anpassung der Medikamente
Falls du trotz dieser Strategien eine problematische Gewichtszunahme feststellst, dokumentiere deinen Alltag: Notiere deine Ernährung, Bewegung, Schlafgewohnheiten und Stresslevel. Diese Informationen können deinem Arzt oder deiner Ärztin helfen, eine passende Lösung mit dir zu finden.
Mögliche Optionen:
- Medikamentenwechsel: Besprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, ob ein Wechsel zu einem anderen Wirkstoff sinnvoll ist.
- Pflanzliche Alternativen: Johanniskraut gilt als mögliche pflanzliche Alternative, ist jedoch nicht für jede:n geeignet [6]. Auch der Wechsel zu einem pflanzlichen Präparat sollte immer mit den behandelnden Ärzt:innen besprochen werden.
- Entspannungstechniken: Methoden wie Yoga, Atemübungen oder Meditation können helfen, Stress zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern.
Wie gehe ich mit der Gewichtszunahme um?
Fazit
Quellen
- [1] World Health Organization WHO (2023). Depressive disorder (depression).
- [2] Brandt, M. (2024). Wie viel Antidepressiva werden verschrieben? Statista.
- [3] Arrieta, O., Cárdenas-Fernández, D., Rodríguez-Mayoral, O., et al. (2024). Mirtazapine as appetite stimulant in patients with non-small cell lung cancer and anorexia: A randomized clinical trial. JAMA Oncology.
- [4] Petimar, J., Young, J. G., Yu, H., et al. (2024). Medication-induced weight change across common antidepressant treatments: A target trial emulation study. Annals of Internal Medicine.
- [5] Heyder, N.A., Kleinau, G., Speck, D. et al. (2021). Structures of active melanocortin-4 receptor–Gs-protein complexes with NDP-α-MSH and setmelanotide. Cell Res.
- [6] Springer Medizin (2024). Gewichtszunahme durch Antidepressiva?
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