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Bauchumfang messen: So geht’s richtig

Medizinisch geprüft von Dr. med. Johannes von Büren

Zuletzt aktualisiert am

Bauchumfang messen ✏️ So geht's (inkl. Grafik)

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Anleitung: Bauchumfang messen

Um deinen Bauchumfang zu messen, benötigst du nur ein flexibles Maßband. Du kannst die Messung selbst durchführen, idealerweise vor einem Spiegel, um sicherzustellen, dass das Maßband gerade um deinen Bauch führt. Alternativ kannst du auch jemanden bitten, dir zu helfen [4]:

  1. Zeitpunkt der Messung: Messe deinen Bauchumfang morgens direkt nach dem Aufstehen, bevor du etwas isst oder trinkst.
  2. Vorbereitung: Du musst dich nicht ausziehen, lockere aber enge Kleidung wie Gürtel oder Hosen, die das Messergebnis verfälschen könnten.
  3. Körperhaltung: Stelle dich gerade hin, verteile dein Gewicht gleichmäßig auf beide Beine, und lasse die Schultern und Arme entspannt hängen.
  4. Messpunkt finden: Taste das untere Ende deiner Rippen und die oberste Spitze deines Hüftknochens. Lege das Maßband genau in der Mitte zwischen diesen beiden Punkten an.
  5. Messung: Führe das Maßband um deinen Körper und ziehe es sanft straff, ohne dass es in die Haut einschneidet. Achte darauf, dass das Maßband waagerecht verläuft.
  6. Atmung: Atme normal weiter und lies das Messergebnis direkt nach dem Ausatmen ab.
Grafik Messpunkte Bauchumfang
Messpunkt Bauchumfang

Bauchumfang Messergebnisse einordnen

Um dein Messergebnis zu interpretieren, kannst du es mit den folgenden Richtwerten vergleichen [1]:

Bauchumfang bei Frauen:

  • Mehr als 80 cm = Übergewicht mit mäßigem Krankheitsrisiko
  • Mehr als 88 cm = Übergewicht mit hohem Krankheitsrisiko

Bauchumfang bei Männern:

  • Mehr als 94 cm = Übergewicht mit mäßigem Krankheitsrisiko
  • Mehr als 102 cm = Übergewicht mit hohem Krankheitsrisiko
Kennst du deinen BMI?

Der BMI ist ein Maß zur Bewertung des Körpergewichts. Mit ihm kannst du herausfinden, ob du Übergewicht hast.

Die Bedeutung des Bauchumfangs

Warum der BMI allein nicht ausreicht

Wenn es um die Diagnose von Übergewicht und Adipositas geht, ist die Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI) das Mittel der Wahl. Leider weist er aber auch einige Schwachstellen auf, die wohlbekannt sind: Der BMI erfasst nur das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße und nicht die Körperzusammensetzung. Ein durchtrainierter Sportler kann aufgrund seiner ausgeprägten Muskelstatur mehr wiegen und somit einen BMI von über 25 erreichen, obwohl er kerngesund ist und kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Übergewicht hat. [1]

Außerdem misst der BMI nicht, wie das Fett im Körper verteilt ist. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass insbesondere Fettansammlungen im Bauchbereich das Risiko für Krankheiten im Rahmen des Metabolischen Syndroms deutlich erhöhen.

Fettverteilung deutet auf Krankheitsrisiko

Mediziner:innen betrachten heute den Bauchumfang als wichtiges Instrument zur Diagnose von Übergewicht und vor allem abdominalem Übergewicht. Abdominales Übergewicht bedeutet, dass sich das Fett hauptsächlich als viszerales Fett in der Bauchregion rund um die Organe ansammelt. Diese Fettverteilung erhöht nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Komplikationen aufgrund von Übergewicht [2]. Auch das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang, die sogenannte Waist-Hip-Ratio (WHR), wird zur Beurteilung der Fettverteilung herangezogen. Die Messung des WHR erfordert jedoch zwei Messungen und eine anschließende Berechnung, was fehleranfälliger ist als das einfache Messen des Bauchumfangs [3].

Motivation

Bei zanadio zählt nicht nur das Essen und der Sport, sondern auch das Verhalten.

Simone
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Bauchumfang messen statt Wiegen beim Abnehmen

Das Messen deines Bauchumfangs ist nicht nur nützlich, um deine Fettreserven und das daraus resultierende Krankheitsrisiko zu bewerten. Es ist auch ein hervorragendes Werkzeug, um deine Fortschritte beim Abnehmen und auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu verfolgen. Im Vergleich zum Wiegen hat das Messen des Bauchumfangs mehrere Vorteile:

  • Weniger Schwankungen: Wassereinlagerungen und hormonelle Schwankungen können dein Gewicht stark beeinflussen. Dein Bauchumfang ist stabiler und hilft dir, nicht sofort in Panik zu geraten.
  • Direkte Erfolge: Das viszerale Fett im Bauchbereich ist besonders gesundheitsschädlich. Durch das Messen des Bauchumfangs siehst du direkt, wie sich dein Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle verringert.
  • Bequem: Du musst dich nicht ausziehen, um deinen Bauchumfang zu messen. Dadurch ist der Check schnell und unkompliziert.

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