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Bauchumfang messen: So geht’s richtig
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Anleitung: Bauchumfang messen
Um deinen Bauchumfang zu messen, benötigst du nur ein flexibles Maßband. Du kannst die Messung selbst durchführen, idealerweise vor einem Spiegel, um sicherzustellen, dass das Maßband gerade um deinen Bauch führt. Alternativ kannst du auch jemanden bitten, dir zu helfen [4]:
- Zeitpunkt der Messung: Messe deinen Bauchumfang morgens direkt nach dem Aufstehen, bevor du etwas isst oder trinkst.
- Vorbereitung: Du musst dich nicht ausziehen, lockere aber enge Kleidung wie Gürtel oder Hosen, die das Messergebnis verfälschen könnten.
- Körperhaltung: Stelle dich gerade hin, verteile dein Gewicht gleichmäßig auf beide Beine, und lasse die Schultern und Arme entspannt hängen.
- Messpunkt finden: Taste das untere Ende deiner Rippen und die oberste Spitze deines Hüftknochens. Lege das Maßband genau in der Mitte zwischen diesen beiden Punkten an.
- Messung: Führe das Maßband um deinen Körper und ziehe es sanft straff, ohne dass es in die Haut einschneidet. Achte darauf, dass das Maßband waagerecht verläuft.
- Atmung: Atme normal weiter und lies das Messergebnis direkt nach dem Ausatmen ab.
Bauchumfang Messergebnisse einordnen
Um dein Messergebnis zu interpretieren, kannst du es mit den folgenden Richtwerten vergleichen [1]:
Bauchumfang bei Frauen:
- Mehr als 80 cm = Übergewicht mit mäßigem Krankheitsrisiko
- Mehr als 88 cm = Übergewicht mit hohem Krankheitsrisiko
Bauchumfang bei Männern:
- Mehr als 94 cm = Übergewicht mit mäßigem Krankheitsrisiko
- Mehr als 102 cm = Übergewicht mit hohem Krankheitsrisiko
Die Bedeutung des Bauchumfangs
Warum der BMI allein nicht ausreicht
Wenn es um die Diagnose von Übergewicht und Adipositas geht, ist die Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI) das Mittel der Wahl. Leider weist er aber auch einige Schwachstellen auf, die wohlbekannt sind: Der BMI erfasst nur das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße und nicht die Körperzusammensetzung. Ein durchtrainierter Sportler kann aufgrund seiner ausgeprägten Muskelstatur mehr wiegen und somit einen BMI von über 25 erreichen, obwohl er kerngesund ist und kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Übergewicht hat. [1]
Außerdem misst der BMI nicht, wie das Fett im Körper verteilt ist. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass insbesondere Fettansammlungen im Bauchbereich das Risiko für Krankheiten im Rahmen des Metabolischen Syndroms deutlich erhöhen.
Fettverteilung deutet auf Krankheitsrisiko
Motivation
Bei zanadio zählt nicht nur das Essen und der Sport, sondern auch das Verhalten.
Bauchumfang messen statt Wiegen beim Abnehmen
Das Messen deines Bauchumfangs ist nicht nur nützlich, um deine Fettreserven und das daraus resultierende Krankheitsrisiko zu bewerten. Es ist auch ein hervorragendes Werkzeug, um deine Fortschritte beim Abnehmen und auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu verfolgen. Im Vergleich zum Wiegen hat das Messen des Bauchumfangs mehrere Vorteile:
- Weniger Schwankungen: Wassereinlagerungen und hormonelle Schwankungen können dein Gewicht stark beeinflussen. Dein Bauchumfang ist stabiler und hilft dir, nicht sofort in Panik zu geraten.
- Direkte Erfolge: Das viszerale Fett im Bauchbereich ist besonders gesundheitsschädlich. Durch das Messen des Bauchumfangs siehst du direkt, wie sich dein Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle verringert.
- Bequem: Du musst dich nicht ausziehen, um deinen Bauchumfang zu messen. Dadurch ist der Check schnell und unkompliziert.
Quellen
- Graf, C. (2011). Adipositas. CME, 8(1), 7–14.
- Holzgreve, H. (2008). Liste von Risikofaktoren oder eigenständiges Krankheitsbild?. MMW – Fortschritte der Medizin, 150(11), 47–48.
- Sebo, P., Beer-Borst, S., Haller, D., & Bovier, P. (2008). Zuverlässigkeit anthropometrischer Messungen in der Hausarztmedizin. PrimaryCare, 8(18), 279-282.
- Schwarz, P. (2015). Diabetesscreening und -vorsorge. Der Internist, 56(10), 1124–1133.
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