Adipositas-Behandlung
Das Magenband: Alles Wichtige auf einen Blick
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Magenband und wann hilft es?
- Wie schnell und wie viel nimmt man durch ein Magenband ab?
- Voraussetzungen für eine Magenband-OP
- So läuft der Eingriff ab
- Wie ernähre ich mich nach einer Magenband-OP?
- Was kostet das Magenband?
- Magenband Spätfolgen und Risiken
- Wissenswertes zur Nachbehandlung
Digitale Adipositas-Therapie
- Ganzheitliches Programm
- Wissenschaftlich fundiert
- Persönlich für dich da
- Kostenlos auf Rezept
Was ist ein Magenband und wann hilft es?
Eine Ernährungsberatung und -umstellung sowie regelmäßige Bewegung gehören zur klassischen Adipositastherapie. Doch manchmal gelingt es nicht, Gewicht zu verlieren. Ein operativer Eingriff kann dann Hoffnung auf Besserung bieten. Zu den angewandten OP-Methoden gehört unter anderem das Magenband (Gastric Banding).
Ein Magenband soll dazu beitragen, das Sättigungsgefühl schneller eintreten zu lassen und das Hungergefühl so besser zu regulieren. Hierfür wird üblicherweise ein elastischer Schlauch aus Silikon verwendet, welcher den Magen „einschnürt“ bzw. verengt [1]. Durch das Umschlingen deines oberen Magenbereichs bildet sich ein kleiner Vormagen (Pouche), der nur noch 20 bis 30 Milliliter fasst. Wenn du isst, füllt sich dieser und deinem Gehirn wird signalisiert, dass du satt bist.
Um den Durchmesser deines Magenbandes besser bestimmen und einstellen zu können, hilft ein sogenannter Port. Er wird unter der Bauchhaut angelegt. Über diesen kann dein Behandlungsteam dem Schlauch Flüssigkeit zuführen oder entnehmen. Je mehr Flüssigkeit sich darin befindet, desto kleiner fällt das Magenvolumen aus.
Möchtest du dich auch über andere Verfahren informieren? Lies unsere Artikel:
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Wie schnell und wie viel nimmt man durch ein Magenband ab?
Nach dem Eingriff solltest du beachten, dass Schnelligkeit und Umfang des Gewichtsverlusts von Fall zu Fall variieren. Unsere Körper und die individuellen Ernährungsweisen unterscheiden sich. Grundsätzlich kann sich dein Gewicht im ersten Jahr nach dem Eingriff um etwa 10 Prozent reduzieren und auch Reduktionen um bis zu 25 Prozent sind möglich.
Grundsätzlich ist es so, dass das Magenband – im direkten Vergleich mit anderen Operationsmethoden, etwa einem Magenbypass oder einer Magenverkleinerung – weniger wirksam ist [1]. Durch die relativ hohe Rate von späteren Problemen bei geringerer Gewichtsreduktion wird das Einsetzen eines Magenbandes heute zunehmend seltener durchgeführt [3]. Eine ausführliche ärztliche Beratung wird deshalb dringend empfohlen, bevor du dich für eine Methode entscheidest.
Ernaehrung
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Voraussetzungen für eine Magenband-OP
Üblicherweise wird ein Magenband erst empfohlen, wenn es sich um Adipositas Grad 3 (Adipositas permagna) handelt. Dies entspricht einem BMI von über 40 kg/m². In jedem Fall ist es wichtig, dass alle anderen Methoden, die du bisher zur Gewichtsreduktion genutzt hast, nicht geholfen haben. Hier spricht man von der konservativen Adipositasbehandlung, dem MMK bei Adipositas. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann ein operativer Eingriff helfen.
Ausnahme: In manchen Fällen, vor allem wenn andere Krankheiten wie Diabetes vorliegen, kann der Eingriff bereits bei einem kleineren BMI als 40 g/m² stattfinden. Wichtig: Dein Alter bei der OP sollte zwischen 18 und 65 Jahren liegen. Bist du jünger oder älter, entscheidet der Einzelfall.
In folgenden Fällen wird üblicherweise kein Magenband eingesetzt:
- während einer Schwangerschaft
- bei Patient:innen, die regelmäßig Blutverdünner nehmen
- bei Patient:innen, die unter Magengeschwüren und Fehlbildungen leiden
- bei Menschen mit (unbehandelter) Essstörung wie Bulimie
- bei Betroffenen, die unter einer Fettleber leiden
So läuft der Eingriff ab
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Wie ernähre ich mich nach einer Magenband-OP?
Was kostet das Magenband?
Für eine Magenband-OP gibt es grundsätzlich keinen fixen Preis. Denn die Kosten können sich von Patient:in zu Patient:in deutlich unterscheiden. Wichtige Einflussfaktoren sind zum Beispiel der Umfang der Operation, die individuellen Behandlungspreise der einzelnen Kliniken/Praxen und die Dauer eines stationären Aufenthaltes. Mit einem Preis von mindestens 5.000 Euro solltest du in jedem Fall rechnen. Die Kosten können, je nach Fall, auf bis zu 10.000 Euro steigen.
Es lohnt sich oft, einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu stellen. Um die Sicherheit für eine Kostenübernahme zu erhöhen, sollten alle notwendigen Dokumente vorliegen, um die bestehende medizinische Notwendigkeit ärztlich zu bescheinigen. Sowohl gesetzliche als auch private Kassen kommen in der Regel für die Kosten auf, wenn die Bedingungen für eine Magenbandoperation erfüllt werden.
Magenband Spätfolgen und Risiken
Bei einer Magenband-OP bestehen die gängigen Operationsrisiken, die sich als Folge des Eingriffs bemerkbar machen können. Die Operation an sich gilt als die risikoärmste in der Adipositaschirurgie. Allerdings kommt es nach der Operation häufiger als bei den anderen Techniken zu Komplikationen. Aus diesem Grund ist manchmal ein Folgeeingriff notwendig, bei dem Patient:innen auf eine andere Methode umsteigen [2].
Folgende Risiken und Komplikationen können unter anderem auftreten:
- Verletzungen der Organe
- Infektionen; Entzündungen (selten auch an der Portkammer)
- “Slipping” (das Magenband verrutscht oder verschiebt sich)
- ein Leck (im Magenband oder im Portschlauch)
- Dehnung des Vormagen; Zunahme des Volumens
- Lockerung des Magenbandes
- Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
- selten: Magenperforation (Magenband durchstößt Magenwand)
Wissenswertes zur Nachbehandlung
Was sollte ich außerdem beachten?
Häufig gestellte Fragen
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