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CBD zum Abnehmen: Was steckt dahinter?
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Was ist CBD?
Die Cannabispflanze (Cannabis Sativa L.) enthält zahlreiche Wirkstoffe – am bekanntesten sind CBD und THC. CBD steht für Cannabidiol, das im Gegensatz zum THC (Tetrahydrocannabinol) nicht psychoaktiv wirkt.
THC (Tetrahydrocannabinol) ist der psychoaktive Bestandteil der Cannabispflanze und verändert die Wahrnehmung. CBD (Cannabidiol) wirkt dagegen nicht berauschend, sondern eher beruhigend – ohne „High“-Effekt [1].
- *Eigenschaft: Psychoaktiv? · THC: Ja · CBD*: Nein
- *Eigenschaft: Legal erhältlich? · THC: Nur auf Rezept · CBD*: In geprüften Produkten frei
- *Eigenschaft: Suchtcharakter? · THC: Vorhanden · CBD*: Nein
CBD-Produkte, wie du sie aus Supermärkten oder Drogerien kennst, dürfen in Deutschland verkauft werden, sofern sie als Kosmetika oder Hanflebensmittel deklariert sind. Produkte zur Einnahme – etwa CBD-Öle oder Kapseln – gelten hingegen als neuartige Lebensmittel und benötigen eine spezielle Zulassung. Ohne diese Zulassung dürfen sie nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel verkauft werden [1]. Zudem dürfen sie keinen nachweisbaren THC-Gehalt enthalten.
Der THC-Grenzwert für Nutzhanf wurde im April 2024 von 0,2 % auf 0,3 % angehoben. Dieser Grenzwert gilt ausschließlich für den Anbau von Nutzhanf und nicht für verarbeitete Lebensmittel [2]. Aus Nutzhanf – eine Hanfsorte mit sehr niedrigem THC-Gehalt – werden auch klassische Hanflebensmittel und Kosmetika hergestellt. Diese enthalten so gut wie kein CBD, dafür aber andere wertvolle Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren [3]. Dazu gehören:
- Hanfsamen
- Hanfsamenöl
- Hanfsamenmehl
- Hanftee
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Was sind CBD-Produkte?
CBD-Produkte enthalten Cannabidiol. Dieser Stoff wird aus Hanfpflanzen gewonnen. In manchen Fällen wird CBD auch künstlich hergestellt. Es wirkt nicht berauschend.
Es gibt zwei Arten von CBD-Produkten [4]:
Zur Einnahme:
- CBD-Öl,-Tropfen
- CBD-Kapseln, -Softgels
- CBD-Sprays
- CBD-Gummis, -Fruchtgummis
- CBD-Tee oder -Getränke
- CBD-Honig oder Schokolade
Diese Produkte zählen zu den sogenannten neuartigen Lebensmitteln. Ohne besondere Zulassung dürfen sie nicht verkauft werden – auch wenn du sie manchmal trotzdem im Handel findest, weil die Kontrolle in Deutschland nicht einheitlich geregelt ist.
Zum Auftragen auf die Haut:
- CBD-Cremes, -Salben und -Lotionen
- Balsam oder Gel mit CBD
- Kosmetik mit CBD, wie Seren oder Gesichtspflege
Diese Produkte dürfen als Kosmetik verkauft werden, wenn die Inhaltsstoffe entsprechend zugelassen und die Produkte sicher sind.
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Gesetzliche Grundlage von CBD in Lebensmitteln
Hanfprodukte, die für die Einnahme gedacht sind (z. B. Tropfen oder Kapseln) gelten als neuartige Lebensmittel – sogenannte Novel Foods. Das sind Lebensmittel, die vor 1997 nicht in größerem Umfang verzehrt wurden.
Laut Novel-Food-Verordnung ist für diese Produkte eine extra Zulassung erforderlich. Sie dürfen ohne die Zulassung nicht verkauft werden. Die rechtliche Grundlage ist also eindeutig: Die Produkte sind nicht verkehrsfähig. Die Kontrolle und Durchsetzung dieser Regelung liegt jedoch bei den Landesbehörden, wodurch es regionale Unterschiede in der Marktaufsicht gibt.
Dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) sind nach aktuellem Stand keine zugelassenen CBD-Produkte bekannt. [5,6]
Wie wirkt CBD im Körper?
CBD beeinflusst das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System ist ein Teil deines Nervensystems. Es hilft dabei, verschiedene Prozesse im Körper im Gleichgewicht zu halten. Dazu gehören:
- Stimmung
- Schlaf
- Appetit
- Schmerzempfinden
CBD bindet nicht direkt an die klassischen CB1- und CB2-Rezeptoren im Gehirn (diese sind Teil deines Nervensystems und beeinflussen deine Stimmung, Schmerzen und Entzündungen). Stattdessen verändert es indirekt deren Aktivität. Es kann bestimmte Signale im Nervensystem abschwächen oder regulieren. Diese Eigenschaften wurden bisher vor allem in Laborstudien oder Tierversuchen beobachtet.
Bei Epilepsie oder Multiples Sklerose wurde CBD bereits als Arzneimittel eingesetzt. Hier kommt es in hoher Dosierung und ärztlich überwacht zur Anwendung. Für andere medizinische Bereiche – etwa Schlafstörungen, Schmerzen oder depressive Symptome – ist die Datenlage nicht ausreichend, um eine sichere Wirkung beim Menschen zu bestätigen [7].
Erfolg
Geschafft habe ich bis jetzt 12,5 kg in 7 Monaten und obwohl es natürlich am Anfang leichter war und jetzt langsamer geht, scheint mir das Ziel realistisch.
CBD und Abnehmen: Kann das funktionieren?
Bisher ist nicht bewiesen, dass CBD beim Abnehmen hilft. Es gibt nur wenige Studien. Diese wurden nicht am Menschen, sondern in Labors oder mit Tieren durchgeführt [8].
- CBD könnte den Appetit beeinflussen. In Studien wurde beobachtet, dass CBD das Hungergefühl verändern kann [6].
- CBD wirkt auf den Stoffwechsel. Es kann in Tierversuchen den Fett- und Zuckerhaushalt beeinflussen [11,12].
- CBD könnte Fettgewebe verändern. Es gibt Hinweise, dass sich weißes Fett durch CBD in braunes Fett umwandeln kann. Braunes Fett verbraucht mehr Energie [12].
Diese Erkenntnisse sind nicht übertragbar auf Menschen. Es fehlen große Studien mit mehr Teilnehmenden. Die Forschung zu CBD beim Abnehmen steht noch ganz am Anfang.
Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) sieht derzeit keine ausreichende Datengrundlage, um CBD als sicher einzustufen. Es fehlen wichtige Informationen zur Wirkung auf:
- Leber
- Magen-Darm-Trakt
- Hormon- und Nervensystem
- Fruchtbarkeit
- psychisches Wohlbefinden [5]
Risiken und Nebenwirkungen: Sicherheits- und Datenlücken bei der Prüfung
Von der Einnahme von CBD wird besonders bei Kindern, Jugendlichen, Schwangeren und Stillenden abgeraten – unter anderem wegen möglicher Auswirkungen auf die Entwicklung.
Auch für Personen, die Medikamente wie Antidepressiva einnehmen, kann es bei zu hohen Dosen zu Schläfrigkeit, Durchfall oder Appetitveränderungen kommen. In manchen Fällen wurde auch über mögliche Leberschäden berichtet [5].
Daher gilt: Falls du CBD einnehmen solltest, ist es sinnvoll, medizinisches Fachpersonal einzubeziehen – zum Beispiel zur Begleitung und Kontrolle möglicher Nebenwirkungen.
Ein weitere Herausforderung: Viele Produkte auf dem Markt sind nicht zugelassen und werden dennoch online verkauft. Die Verbraucherzentrale warnte in einer Untersuchung von 16 Produkten vor [13]:
- Zu hohem THC-Werten
- Mineralöl Rückständen
- Geringerem CBD-Gehalt als deklariert
Auch das Chemische Veterinär- und Untersuchungsamt Karlsruhe bestätigte: Bei rund der Hälfte der 129 analysierten Proben wurde der THC-Grenzwert überschritten. Insgesamt waren 85% der Produkte als nicht verkehrsfähig eingestuft worden [14].
Fazit
CBD hat viele interessante Eigenschaften – der Markt ist aktuell jedoch unübersichtlich und wird nicht einheitlich kontrolliert. Zudem ist die wissenschaftliche Datenlage noch begrenzt. Vor allem für den Bereich „Abnehmen mit CBD“ fehlen wissenschaftliche Nachweise.
CBD-Produkte zur Einnahme sind oft teuer – eine kleine Flasche mit 10 ml kostet zwischen 20 und 80 Euro. Gleichzeitig fehlt eine Zulassung und viele Produkte auf dem Markt sind nicht geprüft. Hanflebensmittel wie Hanfsamen oder Hanföl sind rechtlich erlaubt. Sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter Omega-3-Fettsäuren, sowie hochwertiges pflanzliches Eiweiß.
Du kannst sie in deinen Alltag integrieren – zum Beispiel im Müsli, Salat oder Smoothie. Sie liefern wichtige Nährstoffe und machen Mahlzeiten energiereich, ohne stark verarbeitet zu sein.
Quellen
- [1] Forschung und Wissen. (o. D.). Wie unterscheidet sich medizinisches Cannabis von herkömmlichem Marihuana?
- [2] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). (2023). Nutzhanf: THC-Grenzwert angehoben.
- [3] Südtiroler Bauernbund. (2024). Hanf – Chancen für eine regionale Kulturpflanze.
- [4] Barmer. (o. D.). CBD – Was ist dran am Hype um Hanf-Produkte?
- [5] Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). (o. D.). Cannabidiol (CBD) – Häufig gestellte Fragen.
- [6] Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). (2022). Cannabidiol: Novel-Food-Bewertungen vorerst ausgesetzt.
- [7] Medizinische Universität Wien. (2023). CBD als Schmerzmittel: Wirksamkeit klinisch nicht nachweisbar.
- [8] Millar, S. A. et al. (2022). A systematic review on the pharmacokinetics of cannabidiol in humans. European Journal of Clinical Pharmacology, 78, 1123–1140.
- [9] Leas, E. C. et al. (2022). Cannabidiol and sleep: A systematic review. Cureus, 14(9), e29314.
- [11] Shannon, S. et al. (2019). Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. The Permanente Journal, 23.
- [12] Zhang, Y., Li, X., Wang, Z., & Liu, H. (2024). Cannabidiol induces browning of white adipocytes via activation of PPARγ and AMPK pathways. Journal of Metabolic Research, 15(2), 123–135. (wurde von
- [13] Stiftung Warentest. (2021). Produkte mit Hanf – Was taugen Kapseln und Öle mit CBD?
- [14] Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA). (2021). Untersuchung von Hanfprodukten: Viele nicht verkehrsfähig.
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