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FODMAP-Diät bei Reizdarm: Wie sie wirkt und wann sie hilft

Medizinisch geprüft von Dr. med. Johannes von Büren

Zuletzt aktualisiert am

FODMAP-Diät bei Reizdarm: Wie sie wirkt und wann sie hilft

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die FODMAP-Diät lindert Reizdarm-Symptome wie Blähungen und Durchfall.
  • Sie erfolgt in drei Phasen: Eliminations-, Wiedereinführungs- und Personalisierungsphase.
  • Schwer verdauliche Kohlenhydrate werden vermieden, um Beschwerden zu reduzieren.
  • Die Diät sollte unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, um Mangelernährung zu vermeiden.
  • Eine ausgewogene Ernährung und Stressreduktion unterstützen zusätzlich die Darmgesundheit.

Definition: Was ist die FODMAP-Diät?

In Deutschland leiden schätzungsweise ein bis zwei von 100 Menschen am Reizdarmsyndrom [1]. Typische Symptome sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall, die nicht durch eine bestehende Erkrankung erklärt werden können. Die FODMAP-Diät soll helfen, diese belastenden Symptome zu lindern. Sie ist eine spezielle Ernährungsform, die bei Reizdarm empfohlen wird. FODMAP steht für [2]:

  • F = fermentierbare
  • O = Oligosaccharide
  • D = Disaccharide
  • M = Monosaccharide
  • A = and (und)
  • P = Polyole

Diese schwer verdaulichen Kohlenhydrate und Zuckeralkohole führen bei einigen Menschen zu Verdauungsbeschwerden. Sie werden nicht vollständig im Dünndarm absorbiert und gelangen unverdaut in den Dickdarm, was die typischen Reizdarm-Probleme verursacht. Die FODMAP-Diät sieht deshalb Lebensmittel vor, deren FODMAP-Anteil gering ist.

Wie wird die FODMAP-Diät durchgeführt?

Wenn dir dein Arzt oder deine Ärztin oder dein:e zertifizierte:r Ernährungstherapeut:in eine FODMAP-Diät empfiehlt, führst du sie in der Regel für einige Wochen bis Monate durch. Dabei durchläufst du verschiedene Phasen, um Nahrungsmittel zu identifizieren, die du gut oder schlecht verträgst. So läuft die Diät ab [3]:

Phase 1: Eliminationsphase

Dauer: 4 bis 6 Wochen

In den ersten Wochen verzichtest du komplett auf FODMAP-reiche Nahrungsmittel. Diese Phase zeigt, ob der Verzicht dir hilft, die Beschwerden zu reduzieren. Beachte, dass die Diät das Reizdarmsyndrom nicht heilen kann, aber dazu beitragen kann, dass du dich besser fühlst. Sollte es nicht zu einer Besserung kommen, ist eine erneute medizinische Untersuchung ratsam [4].

Phase 2: Wiedereinführungsphase

Dauer: 6 bis 10 Wochen

Wenn die erste Phase eine Symptomverbesserung zeigt, beginnst du langsam mit der Wiedereinführung von FODMAP-haltigen Lebensmitteln. Führe diese einzeln ein, um festzustellen, welche Lebensmittel Beschwerden verursachen und welche nicht.

Phase 3: Personalisierungsphase

Dauer: Langfristig

In dieser langfristigen Phase isst du nur FODMAP-Lebensmittel, die keine Beschwerden verursachen. Du verzichtest auf jene, die zu Reizdarmproblemen führen. Achte deshalb bereits in der zweiten Phase genau auf deine Ernährung und dokumentiere, was dir guttut.

Wann ist die FODMAP-Diät geeignet – und wann nicht?

Die FODMAP-Diät ist nicht für alle Menschen geeignet. Sie ist aufgrund ihrer restriktiven Regeln für Patient:innen mit Essstörungen nicht zu empfehlen [5]. Nach Absprache mit medizinischem Fachpersonal kannst du die Diät an deine Bedürfnisse anpassen. Zum Beispiel könnte die erste Phase weniger restriktiv gestaltet werden, indem du schrittweise FODMAP-reiche Lebensmittel reduzierst. Wichtig ist, einer Mangelernährung vorzubeugen. Wenn du körperliche oder psychische Probleme bemerkst, solltest du die Diät abbrechen und dir professionelle Unterstützung suchen.

FODMAP Liste: Beispiele für deine Diät

  • *FODMAP-arme Lebensmittel: FODMAP-reiche Lebensmittel*
  • – Brokkoli – Tomaten – Reis – Haferflocken – Gurken – Spinat – Paprika – Mais – Eier – Quinoa – Hartkäse – Dinkel – Kürbis – Himbeeren: – Blumenkohl – Knoblauch – Zwiebeln – Milch – Joghurt – Äpfel – Kichererbsen – Honig – Linsen – Pilze – Rote Beete – Weizen – Mango – Frischkäse

Ernaehrung

Bei zanadio gefällt mir, dass es in dem Sinne keine Verbote gibt.

Rebecca
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Vorteile und Herausforderungen, die du kennen solltest

Das Reizdarmsyndrom kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Die FODMAP-Diät bietet vielen Betroffenen die Möglichkeit, aktiv gegen ihre Beschwerden vorzugehen. Die Umstellung kann jedoch kompliziert sein. Eine Herausforderung ist, geeignete Lebensmittel zu finden, die du magst. Andernfalls besteht die Gefahr von Heißhungerattacken, wenn du zu wenig isst. Achte auf eine ausgewogene Ernährung. Ein Ernährungsplan mit einer wöchentlichen Einkaufsliste kann dir helfen, die Diätphase leichter zu bewältigen.

Was du außerdem tun kannst, um deinen Darm zu unterstützen

Die genauen Ursachen des Reizdarms sind nicht geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass das Darmmikrobiom eine wesentliche Rolle spielt [6]. Hier sind einige Methoden, um dein Darmmikrobiom zu unterstützen.

Ernährungsumstellung Eine langfristige Ernährungsumstellung kann dir helfen, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Sie erfordert keine strengen Diätvorgaben. Dein Speiseplan darf bunt und abwechslungsreich sein.

Achtsames Essen im Alltag Achtsames Essen hilft dir, deine Mahlzeiten zu genießen und deine Gesundheit zu fördern. Du spürst dein Sättigungsgefühl eher, überisst dich nicht und reduzierst Blähungen und Bauchschmerzen. Plane bewusst Zeit für deine Mahlzeiten ein und suche dir einen ruhigen Ort zum Essen.

Darmkur Einige Menschen entscheiden sich für eine Darmkur, um ihre Beschwerden zu lindern. Eine gesunde Darmflora kann helfen, Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen zu reduzieren. Konsultiere bei Interesse deinen Hausarzt oder Gastroenterologen.

Kleine Umstellungen im Alltag Ausreichend Wasser trinken, Stress managen und mehr Bewegung fördern die Darmgesundheit. Integriere kleine Veränderungen in deinen Alltag. Entspannungsübungen oder tägliche Spaziergänge können dir helfen, dich besser zu fühlen.

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