Erkrankungen
Bluthochdruck erkennen: Das sind die Symptome
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Bluthochdruck?
- Häufige Symptome bei erhöhtem Blutdruck
- Unterschied zwischen akutem und chronischem Bluthochdruck
- Spezialfall: hypertensive Krise
- Ursachen von Bluthochdruck
- Bluthochdruck: Einfluss von Vorerkrankungen und Lebensstil
- Bluthochdruck bei Frauen: Unterschiede erkennen und einordnen
- Messmethoden und Diagnose: Wie Bluthochdruck festgestellt wird
- Blutdruck senken: Welche Zielwerte sinnvoll sind
- Fazit
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Was ist Bluthochdruck?
Bluthochdruck – medizinisch Hypertonie – bedeutet, dass der Druck in den Arterien dauerhaft erhöht ist. Gemessen wird er in zwei Werten: systolisch (wenn das Herz pumpt) und diastolisch (wenn es sich entspannt) [1].
Ein normaler Blutdruck liegt unter 120/80 mmHg. Ab 140/90 mmHg (= Millimeter Quecksilbersäule) sprechen Fachleute von Bluthochdruck. Werte darüber solltest du ärztlich überprüfen lassen [1].
Mehr zu Ursachen, Messung und Blutdruck-Stufen findest du im Artikel Bluthochdruck bei Übergewicht.
Häufige Symptome bei erhöhtem Blutdruck
Bestimmte Beschwerden können ein Hinweis auf erhöhten Blutdruck sein – auch wenn keine klare Ursache erkennbar ist [1,3,6]:
- Kopfschmerzen, besonders morgens
- Schwindel oder Benommenheit
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Sehstörungen wie Flimmern oder verschwommenes Sehen
- Nasenbluten ohne äußeren Auslöser
- Kurzatmigkeit bei geringer Belastung
- Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Rötung im Gesicht
Wenn du diese Beschwerden häufiger bemerkst, sprich mit deiner Ärzt:in und überprüfe deinen Blutdruck. So kannst du frühzeitig gegensteuern und mögliche Risiken vermeiden.
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Unterschied zwischen akutem und chronischem Bluthochdruck
Es gibt zwei Formen von Bluthochdruck: akut und chronisch.
Ein akuter Anstieg passiert plötzlich. Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder Sehstörungen können auftreten. Dann besteht der Verdacht auf eine sogenannte hypertensive Krise. In diesem Fall solltest du sofort den Notruf 112 wählen.
Chronischer Bluthochdruck entwickelt sich langsam und bleibt oft lange unbemerkt. Dein Körper gewöhnt sich daran, Beschwerden fallen kaum auf. Dennoch wirkt der hohe Druck im Hintergrund: Das Herz muss mehr leisten, die Gefäße werden weniger elastisch, und Organe wie Nieren oder Augen können geschädigt werden [1]. Wenn du regelmäßig misst, erkennst du Veränderungen früh und kannst rechtzeitig reagieren.
Spezialfall: hypertensive Krise
Eine hypertensive Krise liegt vor, wenn der Blutdruck deutlich über 180/120 mmHg (= Millimeter Quecksilbersäule) steigt. Solch ein Anstieg kann das Herz, das Gehirn oder die Nieren stark belasten. Deshalb sollte der Blutdruck in solchen Fällen ärztlich kontrolliert und bei Bedarf medikamentös gesenkt werden.
Treten zusätzlich Beschwerden wie Brustdruck, Kurzatmigkeit, Sehstörungen, Schwäche in Armen oder Beinen, Verwirrtheit oder kurze Bewusstseinsveränderungen auf, solltest du über den Notruf 112 medizinische Hilfe anfordern [3,5].
Ursachen von Bluthochdruck
Bluthochdruck kann unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigste Form ist die primäre Hypertonie. Sie entwickelt sich oft langsam über viele Jahre. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle – zum Beispiel Veranlagung, langanhaltender Stress, wenig Bewegung oder Übergewicht.
Etwas seltener ist die sekundäre Hypertonie. Sie entsteht nicht von selbst, sondern wird durch andere Erkrankungen oder bestimmte Medikamente ausgelöst – zum Beispiel durch Nierenerkrankungen oder Hormonstörungen [1,5].
Mehr zu den Auslösern von Bluthochdruck liest du im Artikel:Bluthochdruck bei Übergewicht
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Bluthochdruck: Einfluss von Vorerkrankungen und Lebensstil
Bluthochdruck betrifft rund 30 Millionen Menschen in Deutschland [3]. Häufigkeit und Risiko steigen mit dem Alter, besonders ab dem 60. Lebensjahr. Auch wenig Bewegung, energiereiche Ernährung und Übergewicht fördern erhöhte Blutdruckwerte. Vorerkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Adipositas können die Gefäße zusätzlich belasten. Das Herz muss mehr leisten, und die Durchblutung kann gestört sein. Frühzeitige Begleitung hilft, Folgeerkrankungen zu vermeiden [3,5].
Wie Ernährung dich dabei unterstützt kann, erfährst du im Beitrag: Die richtige Ernährung bei Bluthochdruck.
Bluthochdruck bei Frauen: Unterschiede erkennen und einordnen
Motivation
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Messmethoden und Diagnose: Wie Bluthochdruck festgestellt wird
Blutdruck senken: Welche Zielwerte sinnvoll sind
Wenn bei dir Bluthochdruck festgestellt wurde, gibt es Zielwerte, die empfohlen werden. Damit wird das Herz-Kreislauf-System entlastet.
- 18- bis 65-Jährige: 120–130/70–79 mmHg (= Millimeter Quecksilbersäule)
- über 65-Jährige: 130–139/70–79 mmHg
Diese Empfehlungen beruhen auf den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie und der Deutschen Hochdruckliga [3].
Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes, Niereninsuffizienz oder koronarer Herzkrankheit können individuell angepasste Zielwerte erforderlich sein. Die Therapiegestaltung wird dann in Absprache mit der behandelnden Ärzt:in erfolgen.
Schon kleine Schritte im Alltag können deinen Blutdruck entlasten. Wie du mit einfachen Gewohnheiten und passenden Mahlzeiten dazu beitragen kannst, erfährst du im Artikel: Die richtige Ernährung bei Bluthochdruck
Fazit
Quellen
- Müller, U.A. & Schmieder, R.E. (2024). Arterielle Hypertonie – aktuelle Handlungsempfehlungen. Der Internist, 65(1), pp.45–54.
- Kassenärztliche Bundesvereinigung, B. (2023). Träger: Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie – Kurzfassung. [online] Available at: [Accessed 19 May 2025].
- [3] Voigtländer, T. (2022). Bluthochdruck – was ist das? | Herzstiftung. [online] Available at:
- [4] Herzstiftung.de. (2022). Diabetes geht aufs Herz | Herzstiftung. [online] Available at: [Accessed 23 May 2025].
- [5] Patel, K.K., Young, L., Howell, E.H., Hu, B., Rutecki, G., Thomas, G. & Rothberg, M.B. (2016). Characteristics and Outcomes of Patients Presenting With Hypertensive Urgency in the Office Setting. JAMA Internal Medicine, 176(7), p.981.
- [6] Hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft (HES): Diagnostik und Therapie – AWMF-Registernummer 015/018 Leitlinienklasse S2k – Stand Juli 2024. (n.d.). Available at:
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