Erkrankungen
Pickwick-Syndrom: Ursachen, Folgen, Behandlung
Inhaltsverzeichnis
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Was ist das Pickwick-Syndrom?
Pickwick-Syndrom: Wie häufig kommt es vor und was beeinflusst das Risiko?
Das Pickwick-Syndrom tritt selten auf [3]. Es gibt jedoch einige Faktoren, die dein Risiko erhöhen können: [4]
- Körpergewicht: Ein Body-Mass-Index (BMI) von 40 oder höher kann das Risiko erhöhen.
- Geschlecht: Es kann Frauen und Männer betreffen. Aktuelle Studien zeigen, dass das Syndrom bei Männern häufiger vorkommt.
- Alter: Das Risiko kann mit dem Alter steigen, besonders ab dem 40 Lebensjahr.
Wie entsteht das Pickwick-Syndrom?
Bei Adipositas kann Fettgewebe im Brust-, Hals- und Bauchraum auf die Lunge und Atemwege drücken. Dadurch wird die vollständige Ausdehnung der Lunge beim Atmen eingeschränkt. Infolgedessen kann weniger Sauerstoff aufgenommen und mehr Kohlenstoffdioxid (CO₂) im Körper gespeichert werden. Ein Überschuss an CO₂ kann Atemprobleme, eine Übersäuerung des Blutes, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie eine zusätzliche Belastung für Herz und Lunge verursachen.
Mit der Zeit kann das die Atmung zusätzlich erschweren. Auch die Atemmuskulatur kann schneller ermüden. Manche Studien zeigen, dass eine veränderte Leptin-Wirkung die Atemsteuerung beeinflussen kann [3,4].
Leptin ist ein Hormon, das dem Gehirn signalisiert, wann Sättigung erreicht ist, und die Atemmuskulatur steuert. Wenn der Körper nicht richtig auf Leptin reagiert, erhält das Gehirn keine klaren Signale für die Atmung. Dadurch kann die Atmung langsamer oder flacher werden, insbesondere während des Schlafs.
Namensherkunft
Symptome des Pickwick-Syndroms
Menschen mit Pickwick-Syndrom haben häufig folgende Beschwerden: [3]
- Erschwerte Atmung und Kurzatmigkeit (besonders nachts)
- Nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe)
- Lautes Schnarchen
- Schlafstörungen
- Starke Tagesmüdigkeit
- Morgendliche Kopfschmerzen (durch erhöhten CO₂-Gehalt im Blut)
- Depressive Verstimmungen
- Bluthochdruck (pulmonale und arterielle Hypertonie)
- Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxie)
- Erhöhter CO₂-Gehalt im Blut (Hyperkapnie)
- Erhöhte Anzahl roter Blutkörperchen (Polyglobulie)
Diagnose des Pickwick-Syndroms
Um herauszufinden, ob du das Pickwick-Syndrom hast, können Ärzt:innen verschiedene Untersuchungen durchführen: [3]
- Blutuntersuchung: Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid (CO₂) in deinem Blut sind. Das zeigt, ob dein Körper genug Sauerstoff aufnimmt und überschüssiges CO₂ richtig abgeatmet wird. Ein Ungleichgewicht kann auf Atemprobleme hinweisen.
- Lungenfunktionstest: Dieser Test prüft, wie gut deine Lunge arbeitet und ob es Einschränkungen bei der Atmung gibt.
- Schlafuntersuchung: In einem Schlaflabor wird beobachtet, ob es während deines Schlafs zu Atemaussetzern kommt und wie sich dein Körper darauf einstellt.
- Röntgen des Brustkorbs: Mit einer Röntgenaufnahme können Ärzt:innen erkennen, ob andere Ursachen wie Lungenerkrankungen deine Atmung beeinträchtigen.
Erfolg
Jetzt, vier Monate später und unglaubliche 20 Kilo weniger auf der Waage, werde ich natürlich oft gefragt wie ich das gemacht habe – wie ich motiviert bleibe.
Behandlung des Pickwick-Syndroms
1. Gewichtsabnahme
Bereits kleine Gewichtsveränderungen können deine Atmung verbessern [5]. Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung können dich dabei in deinem Alltag unterstützen. Setze dir kleine und realistische Ziele, damit du sie auch dauerhaft umsetzen kannst.
2. Atemtherapie
In einem Schlaflabor wird untersucht, welche Unterstützung du brauchst. Zwei häufige Methoden sind [3,6]:
- CPAP (Continuous Positive Airway Pressure): Steht für einen regelmäßigen Atemwegsdruck und ist eine Beatmungsform. Eine Atemmaske hält deine Atemwege offen und erleichtert die Atmung.
- NIV (Non-Invasive Ventilation): Steht für nicht-invasive Beatmung und ist eine Form der Atemtherapie für Patient:innen, die Schwierigkeiten haben, ausreichend Sauerstoff aufzunehmen oder Kohlendioxid abzugeben.
Beide Methoden können deine Lebensqualität und Schlafqualität verbessern.
3. Medikamente
4. Psychotherapie und Selbsthilfegruppen
5. Gesunde Schlafhygiene
Auswirkungen ohne Behandlung
Fazit
Quellen
- [1] Stuck, B.A., Arzt, M., Fietze, I. et al. (2020). Teil-Aktualisierung S3-Leitlinie Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen. Somnologie, 24, 176–208. URL:
- [2] Masa, J. F., Pépin, J. L., Borel, J. C., Mokhlesi, B., Murphy, P. B., & Sánchez-Quiroga, M. Á. (2019). Obesity Hypoventilation Syndrome. European Respiratory Review, 28(151), 180097. DOI:
- [3] Patel, S. R. (2015). The Complex Relationship Between Weight and Sleep Apnoea. Thorax, 70(3), 205–206. URL:
- [4] Rokou, A. et al. (2023). Effect of a Structured Diet Plan on Sleep Apnea. Current Nutrition Reports, 12(1), 26–38. DOI:
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