Erkrankungen
Psychische Folgen von Übergewicht
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Welche psychischen Folgen kann Übergewicht haben?
1. Geringes Selbstwertgefühl
2. Schamgefühle und Ängste
Schamgefühle entstehen immer im Zusammenhang mit anderen Menschen – z. B. wenn uns jemand aufgrund unseres Körpers ausgrenzt oder bloßstellt. Allein der Gedanke an eine schambesetzte Situation kann das unangenehme Gefühl hervorrufen.
Auch Angst spielt hier eine Rolle. Wer erlebt hat, ausgegrenzt oder bloßgestellt zu werden, möchte das in Zukunft vermeiden. Die Befürchtung, von anderen beobachtet und abgewertet zu werden, wird oft zur täglichen Begleiterin. Das macht es mitunter schwer, morgens aus dem Bett zu kommen, dem Job nachzugehen, vor Menschen zu sprechen und manchmal gar einkaufen zu gehen oder Bahn zu fahren. Daneben gibt es weitere mögliche Ängste, z. B. vor negativen gesundheitlichen Folgen des Übergewichts oder davor beim Abnehmen zu scheitern.
3. Soziale Isolation und Einsamkeit
4. Depression aufgrund von Übergewicht
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Häufige Gründe für die psychische Belastung bei Übergewicht
Die Gründe für die psychische Belastung als Folge von Übergewicht sind vielfältig. Manchmal genügt eine einzige prägende Erfahrung. Oft sind es jedoch eine Vielzahl von Einflussfaktoren, die zusammenkommen. Dazu können gehören:
- gesellschaftlicher Druck, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen
- familiärer Druck, etwa von den eigenen Eltern
- Mobbing, Diskriminierung und Stigmatisierung aufgrund des Übergewichts
- gesundheitliche Probleme und Folgeerkrankungen von Adipositas, etwa Diabetes, die sich körperlich bemerkbar machen und zur Belastung im Alltag werden [3]
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Was können Betroffene tun, um die Seele zu entlasten?
Routinen schaffen
Probleme nicht verdrängen
Hilfe aus dem Umfeld annehmen
Sich an die eigenen Stärken erinnern
Auch wenn wir natürlich ständig mit unserem Körper konfrontiert sind, ist es wichtig, sich nicht nur über das Gewicht zu definieren. Erinnere dich deshalb regelmäßig an deine Stärken, um deinem Selbstwertgefühl etwas Gutes zu tun. Die richtigen Fragen können dich dabei unterstützen. Einige Beispiele:
- Welche Fähigkeiten schätzt du an dir?
- Was schätzen Familie, Kolleg:innen und Freund:innen an dir?
- Was hast du schon alles in deinem Leben gemeistert?
- Worauf bist du stolz?
- Wie hast du es geschafft, deine letzte Krise zu meistern?
Pläne für die Zukunft schmieden
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Professionelle Unterstützung: Wer kann mir helfen?
Wenn du niemanden hast, mit dem du über deinen Leidensdruck sprechen kannst, aber auch wenn Familie und Freund:innen für dich da sind, ist professionelle Unterstützung häufig ratsam. Denn Adipositas und psychisches Leiden sollten nicht unterschätzt werden.
Ohne die richtige Hilfestellung können sich Probleme oder Symptome verfestigen oder verschlimmern. Gesundheit und Lebensqualität können langfristig darunter leiden. Es ist wichtig, die Probleme von einer fachkundigen Person einschätzen zu lassen. Jemand, der dich auf professioneller Ebene versteht, dich nicht verurteilt und dich auf deinem Weg begleitet, ist eine wertvolle Hilfe. Professionelle Hilfe bei Adipositas und psychischem Leidensdruck können dir z. B. Beratungsstellen, Adipositas-Zentren und Psychotherapeut:innen bieten.
Übrigens: Auch Selbsthilfegruppen bei Adipositas sind eine sinnvolle Möglichkeit, um über die eigenen Probleme zu sprechen und Gleichgesinnte zu finden. Das Gruppenzugehörigkeitsgefühl kann dir dabei helfen, dich mit deinen Herausforderungen weniger allein zu fühlen. Du kommst wieder unter Menschen und kannst auf diese Weise Kraft, Mut und Hoffnung schöpfen.
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