Abnehmen
Ernährung bei Adipositas für den Alltag
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Was ist eine gesunde Ernährung bei Adipositas?
Eine ausgewogene Ernährung versorgt deinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, ohne dass du mehr Energie aufnimmst, als du benötigst. Sie kann dich beim Abnehmen unterstützen, dein Gewicht langfristig stabilisieren und das Wohlbefinden verbessern. Auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gelenkprobleme kann sinken und damit auch ernährungsbedingte Schmerzen lindern [1].
Dabei geht es nicht um nicht Verzicht, sondern um die bewusste Auswahl: energieärmere, aber nährstoffreiche Lebensmittel stehen im Mittelpunkt. Dazu gehören [2]:
- Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte
- Kohlenhydrate
- Eiweiß
- ungesüßte Getränke
Stark verarbeitete Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke und tierische Fette sollten in geringen Mengen gegessen oder gemieden werden [2].
Wichtig ist: Es geht darum, mit kleinen Schritten neue Gewohnheiten aufzubauen. Es braucht Geduld und Zeit, nimm dir diese. So kannst du deine Ernährung nachhaltig umstellen – ohne Verbote oder Druck.
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Ernährungstagebuch führen
Um einen Überblick über deine Ernährung zu bekommen, kann ein Ernährungstagebuchhilfreich sein.
Indem du aufschreibst, was du isst und trinkst, bekommst du ein Gefühl für dein eigenes Essverhalten. Du erkennst Muster, zum Beispiel, wann du zu Snacks greifst oder wie sich dein Hunger über den Tag verteilt. So kannst du leichter einschätzen, wann du wirklich Hunger hast und wann du vielleicht aus Gewohnheit oder Langeweile isst.
Starte mit der Beobachtungsphase und gehe nach ca. 7–10 Tagen in die Auswertung. Im Anschluss kannst du Schritt für Schritt neue Ernährungsgewohnheiten in deinen Alltag einbauen.
Ernaehrung
Mir gefällt, dass ich bei zanadio nicht verzichten muss.
Neue Ernährungsroutinen schaffen
Wende das Tellermodell an:
Das Tellermodell hilft dir, deine Mahlzeiten ausgewogen zu gestalten – ohne Kalorienzählen.
- ½ Teller Gemüse oder Salat
- ¼ Teller Sättigungsbeilage (z. B. Kartoffeln oder Vollkornnudeln)
- ¼ Teller Eiweiß (z. B. Hülsenfrüchte, Fisch oder Tofu).
Achte auf deine Sättigung:
Nimm dir Zeit für deine Mahlzeiten und achte bewusst auf deine Sättigung. Langsames, achtsames Essen hilft dir dabei, besser zu spüren, wann du satt bist. Kaue bewusst und leg das Besteck zwischendurch kurz ab.
Tipp: Die Sättigung setzt nach ca. 20 min. ein, nimm dir diese Zeit, um deine Sättigung bewusst wahrzunehmen.
Lerne Portionsgrößen einzuschätzen:
Du brauchst keine Küchenwaage, um ein Gefühl für Portionsgrößen zu entwickeln Die Portionsgröße „eine Handvoll“ ist ein einfaches Maß, um Lebensmittel individuell an die eigene Körpergröße anzupassen. Eine Handvoll entspricht ungefähr der Menge, die in deine leicht geschlossene Hand passt – etwa bei Nüssen, Beeren oder Reis. So kannst du portionsgerecht essen, ohne wiegen oder zählen zu müssen.
➚ Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Was ist eine Portion.
Schreibe einen Einkaufszettel:
Ein Einkaufszettel macht deinen Einkauf gezielter und entspannter. Achte auf unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Plane Vorräte, die schnell zur Hand sind, z. B. TK-Gemüse oder Linsen aus dem Glas. Das erleichtert spontane Mahlzeitenzubereitung.
Tipp: Vermeide es, hungrig einkaufen zu gehen. Wenn man hungrig einkauft, trifft man häufiger spontane Entscheidungen – oft für energiereiche Snacks oder Fertigprodukte. Besser ist es, vorher etwas zu essen. So behältst du den Überblick und kaufst nur das, was du wirklich brauchst.
Gestalte einen Wochenplan:
Meal prep – Koche vor:
Baue regelmäßige Essenszeiten ein:
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Neue Gewohnheiten statt Diätplan zum Abnehmen
Viele Menschen mit Adipositas oder Übergewicht haben bereits mehrere Versuche unternommen, ihre Ernährung zu verändern – oft mit Hilfe eintöniger Diätpläne. Diese Pläne setzen klare Vorgaben, die selten individuell angepasst sind. Persönliche Bedürfnisse, Lebensumstände oder der tatsächliche Energiebedarf bleiben dabei meist unberücksichtigt.
Vielleicht hast du selbst schon erlebt, dass du einen Plan anfangs motiviert befolgst, aber nach Tagen oder Wochen wieder davon abweichst. Was bleibt, ist oft Frust oder das Gefühl, „versagt“ zu haben. Doch das liegt nicht an dir. Es liegt daran, dass solche Pläne meist nicht auf langfristige Veränderungen ausgerichtet sind.
Um dein Gewicht auf gesunde Weise zu beeinflussen, braucht es keine Diät, sondern eine nachhaltige Umstellung deiner Gewohnheiten. Dabei geht es nicht nur darum, was du isst, sondern auch wie, wann und warum. Diese Veränderungen brauchen Zeit, Unterstützung und eine alltagstaugliche Struktur.
Eine Ernährungstherapie kann dich dabei unterstützen, Hürden zu erkennen und neue Routinen aufzubauen – in deinem Tempo und mit deinem Ziel im Blick.
Veränderungen brauchen Zeit
Fazit
Quellen
- [1] Schwingshackl, L., & Hoffmann, G. (2015). Adherence to Mediterranean diet and risk of cancer: an updated systematic review and meta-analysis of observational studies. Cancer Medicine, 4(12), 1933–1947.
- [2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (2023). 10 Regeln der DGE in Leichter Sprache. URL:
- diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (2024). Die Teller-Methode: Einfache Orientierung bei der Mahlzeitengestaltung.URL:
- FET e. V. – Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (2024). Hunger und Sättigung wahrnehmen lernen.URL:
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