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Intuitives Essen lernen
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Ich nutze zanadio jetzt sechs Monate und habe trotz der Bewegungseinschränkungen 18 kg abgenommen.
Was ist intuitives Essen?
Beim intuitiven Essen isst du, wenn du körperlich hungrig bist, isst das, was dein Körper braucht und hörst auf zu essen, wenn du satt bist. Du lernst dabei, auf die Signale und Bedürfnisse deines Körpers zu hören und zu vertrauen. Hast du beispielsweise gerade Lust auf Pasta, solltest du diese auch essen. Denn isst du dann einen Salat, wird dein Körper nicht befriedigt sein. Das kann zu Heißhungerattacken führen. Kommt dir das vielleicht bekannt vor?
Intuitives Essen bedeutet, die Signale deines Körpers zu spüren. Du lernst zu erkennen, wann du hungrig und wann du satt bist und was du gerade brauchst. Um diese Signale wahrnehmen zu können, hilft es, vor dem Essen aufmerksam in dich hineinzuhorchen. Im nächsten Schritt gilt es, die Signale richtig zu deuten. Das erfordert zunächst Übung. Während des Essens ist es hilfreich, langsam und achtsam mit allen Sinnen zu genießen und ganz genau in dich hineinzuspüren, wann dein Körper satt ist. [1]
Darüber hinaus bedeutet intuitives Essen auch, mit allen Arten von Lebensmitteln Frieden zu schließen. Nichts ist gut oder schlecht. Nichts ist verboten. Maßhalten ist allerdings wichtig. Du solltest das essen, was sich richtig für dich anfühlt.
Herausforderungen des intuitiven Essens
- Umdenken: Intuitives Essen ist keine Diät
Intuitives Essen ist keine Diät, sondern eine langfristige Änderung der Ernährungsgewohnheiten. Unser Essverhalten ist nämlich nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Gewohnheiten. Mit einer kurzfristigen Diät gelingt es vielleicht, kurzfristig abzunehmen. Meist kehren die alten Muster – und die damit verbundene Gewichtszunahme – jedoch schnell zurück. Beim intuitiven Essen geht es um mehr als nur das Abnehmen: Die Beziehung zum eigenen Körper und zum Essen soll nachhaltig verbessert werden.
- Gewohnheiten erkennen und ändern
Vielleicht hast du dir im Laufe deines Lebens angewöhnt, morgens immer den Tag mit einem großen Milchkaffee zu beginnen? Oder abends beim Fernsehen zu snacken? Oder isst du besonders viel und unkontrolliert, wenn du gestresst bist oder wenn dich Gefühle wie Einsamkeit oder Traurigkeit überkommen? Vielleicht isst du ja auch, weil gerade Mittagspause ist oder weil die Kinder Hunger haben? Diese Gewohnheiten gilt es zu erkennen, um dann Alternativen zu entwickeln.
- Wir hören nicht auf unsere innere Stimme
Unsere Essgewohnheiten sind oft so getaktet und so sehr von äußeren Umständen geprägt, dass es schwer fällt, auf unsere innere Stimme zu hören. Im Laufe des Lebens gerät diese Fähigkeit leicht verloren. Unsere innere Stimme wieder wahrzunehmen und zu verstehen ist eine der größten Herausforderungen beim Erlernen des intuitiven Essens.
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Kann man mit intuitivem Essen abnehmen?
Ziel des intuitiven Essens ist nicht Gewichtsverlust, sondern die verbesserte Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Entwicklung von Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Essverhalten. Für viele Menschen kann es dadurch ein nachhaltiger Weg zu einer ausgewogeneren, bewussteren Ernährung sein und dabei helfen, abzunehmen und langfristig Gewicht zu halten.
Studien, in denen Teilnehmer:innen Achtsamkeit im Umgang mit Essen erlernten, bestätigten beispielsweise, dass bewusstes Essen Heißhungerattacken mindert. Auch hielten die Teilnehmer:innen ihr Gewicht leichter oder konnten sogar abnehmen. [2]
Weitere Studien haben gezeigt, dass Personen, die intuitiv essen, ein niedrigeres Körpergewicht haben als Menschen, die Diäten halten. Eine Vergleichsstudie ergab, dass eine Gruppe, die intuitives Essen praktizierte, innerhalb von 5 Monaten deutlich mehr Gewicht verlor als eine Gruppe, die eine Diät durchführte. [3]
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Intuitives essen lernen: Anleitung & Tipps
1. Iss, wenn du körperlich hungrig bist
Merkmale körperlichen Hungers sind z. B. körperliche Schwäche, Unwohlsein, Magengrummeln oder verstärkte Sinneswahrnehmungen. Körperlicher Hunger entsteht eher langsam und ist geduldig. Er kommt in Wellen und lässt sich durch verschiedene Lebensmittel gut befriedigen.
Tipp: Durst und Hunger können sich sehr ähnlich anfühlen. Probiere deshalb immer erstmal aus, ein Glas Wasser zu trinken.
2. Iss, worauf du Lust hast
3. Erkenne den Unterschied zwischen Appetit, emotionalem und körperlichem Hunger
4. Entspanne dich vor dem Essen
5. Lerne achtsam und bewusst zu essen
- Mach das Essen zu einer bewussten Tätigkeit und verbanne alle Ablenkungen wie Handy, TV oder Arbeiten. Nimm dir mindestens 20 bis 30 Minuten Zeit für eine Mahlzeit.
- Konzentriere dich auf dein Essen, nimm es bewusst mit allen Sinnen wahr: Rieche daran, schau es dir genau an und fasse es vielleicht sogar an. Kaue jeden Bissen langsam und mindestens 15 bis 20 Mal.
- Ein Sättigungsgefühl setzt erst nach circa 20 Minuten ein. Nimm dir daher Zeit, lege das Besteck nach jedem Bissen ab und genieße mit allen Sinnen. Du entscheidest, wann du den nächsten Bissen nimmst. Dadurch lernst du, dass Du die Kontrolle über dein Essen hast und nicht das Essen über dich.
- Höre auf deinen Körper: Wann bist du satt und wann isst du nur noch, weil dein Teller nicht leer ist oder weil es einfach so gut schmeckt?
Achtsamkeit und achtsames Essen sind auch ein wichtiger Bestandteil der Therapie von Essstörungen [4].
➚ Lies mehr über achtsames Essen.
6. Habe Verständnis für dich
7. Erstelle eine Liste für alle Fälle
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Vorteile von intuitivem Essen
Durch intuitives Essen lernen wir, achtsam mit uns und unserem Körper umzugehen und den eigenen Körper anzunehmen. Intuitive Esser neigen dazu, sich weniger an unrealistischen Körperidealen der Medien zu orientieren und schämen sich weniger für ihren Körper. Darüber hinaus haben sie die Fähigkeit, achtsam auf ihre Körpersignale zu hören. [5,6]
Die Vorteile im Überblick:
- gesteigertes Wohlbefinden
- höhere Wertschätzung des eigenen Körpers
- mehr Zufriedenheit mit sich selbst und dem eigenen Leben
- bessere Wahrnehmung des eigenen Körpers
- gesteigerte Fähigkeit, die eigenen Körpersignale zu deuten (z. B. Hunger- und Sättigungsgefühl)
- selteneres Auftreten von Essstörungen wie Binge Eating [7]
- verbesserter Stoffwechsel durch erhöhte Insulinsensitivität und geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen [8]
Zusammengefasst
Häufig gestellte Fragen
Quellen
- Hintze, A. et al. (2017): Achtsam und gezielt essen lernen bei psychiatrischen Erkrankungen und im Alltag. In: Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 4 & (letzter Aufruf: 28.08.2022)
- Adis, C. (2017): Achtsamkeit und Essen. In: (letzter Aufruf: 28.08.2022)
- Dockendorff, S.A., et al. (2012): Intuitive eating scale: an examination among early adolescents. In: J Couns Psychol, 59(4), S. 604-11.
- Altner, N. (2009). Achtsam essen: Achtsamkeitsschulung kann Essstörungen überwinden helfen. In: Zeitschrift für Komplementärmedizin, 1(03), S. 18-22.
- Tylka, T.L. (2006): Development and psychometric evaluation of a measure of intuitive eating. In: Journal of Counseling Psychology, 53(2), S. 226-240.
- Tylka, T.L. et al. (2013): The Intuitive Eating Scale-2: item refinement and psychometric evaluation with college women and men. In: J Couns Psychol, 60(1), S. 137-53.
- Mathieu, J. (2009): What should you know about mindful and intuitive eating? In: J Am Diet Assoc, 109(12), S. 1982-7.
- Ciampolini, M., et al. (2010): Sustained self-regulation of energy intake: initial hunger improves insulin sensitivity. In: Journal of Nutrition and Metab, June 22.Denny, K.N. et al. (2013): Intuitive eating in young adults. Who is doing it, and how is it related to disordered eating behaviors? In: Appetite, 60(1), S. 13-9.
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