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Proteinreiche Lebensmittel: Die besten Eiweißquellen

Medizinisch geprüft von Dr. med. Johannes von Büren

Zuletzt aktualisiert am

Proteinreiche Lebensmittel: Die besten Eiweißquellen

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Dafür braucht der Körper Proteine

Proteine gehören neben Kohlenhydraten und Fetten zu den drei wichtigsten Nahrungsbestandteilen. Außerdem sind sie einer der wichtigsten Baustoffe im menschlichen Körper und machen etwa 10 bis 20 % unserer Körpermasse aus.

Beispielsweise bestehen Bindegewebe und Muskelfasern zu einem großen Anteil aus Protein, aber auch zahlreiche Hormone und Enzyme, die als Botenstoffe dienen und den Stoffwechsel am Laufen halten. Mit eiweißreichen Lebensmitteln versorgst du deinen Körper mit der nötigen Bausubstanz. Alle Zellen und Proteine im Körper müssen regelmäßig erneuert und ausgetauscht werden. [1]

Kennst du deinen BMI?

Der BMI ist ein Maß zur Bewertung des Körpergewichts. Mit ihm kannst du herausfinden, ob du Übergewicht hast.

Wie viel eiweißhaltige Lebensmittel sollte ich essen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag. Menschen über 65 Jahre benötigen mit 1 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht etwas mehr, um dem altersbedingten Muskelverlust vorzubeugen.

Auch beim Abnehmen kann eine ausreichende Proteinzufuhr hilfreich sein, proteinreiche Lebensmittel sind gute Sattmacher und helfen dir, ein Kaloriendefizit beim Abnehmen zu erreichen. Außerdem sorgen sie dafür, dass du weniger Muskelmasse verlierst und beugen dem Jojo-Effekt vor. [3]

Übersicht proteinreicher Lebensmittel

Im Folgenden findest du Listen proteinreicher Lebensmittel, sortiert nach Herkunft und verschiedenen Kategorien. So findest du schnell die besten Proteinquellen für deinen Ernährungsstil.

Proteinreiche Lebensmittel tierischer Herkunft

  • *Lebensmittel: Proteingehalt pro 100 g*
  • Käseaufschnitt, Harzer Käse: 27
  • Rindfleisch: 26
  • Thunfisch: 23
  • Schweinefleisch: 22
  • Hänchenbrust: 20
  • Lachs: 20
  • Fischfilet: 14
  • Eier: 13
  • Magerquark: 12

Proteinreiche Lebensmittel Pflanzlicher Herkunft

  • *Lebensmittel: Proteingehalt pro 100 g*
  • Kürbiskerne: 35
  • Sojabohnen (roh): 35
  • Erdnüsse: 30
  • Mandeln: 25
  • Linsen (roh): 25
  • Kichererbsen: 22
  • Tempeh: 19
  • Haferflocken: 14
  • Tofu: 14
  • Quinoa (roh): 12

Aminosäuren: Essenzielle Proteinbausteine

Die Proteine in eiweißreichen Lebensmitteln sind aus Aminosäuren aufgebaut, die wie eine Kette aneinandergereiht sind. Im Magen werden diese Verbindungen gespalten und die Aminosäuren einzeln aufgenommen. Anschließend baut der Körper aus diesen Aminosäuren die benötigten Proteine zusammen. Dabei kann er einige selbst herstellen, andere müssen durch die Nahrung aufgenommen werden, sogenannte essenzielle (= lebensnotwendige) Aminosäuren. [4]

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Wenn ich es schaffe, nach 30 (!) Jahren Fettleibigkeit mein Leben umzukrempeln, Verantwortung zu übernehmen, 68kg zu verlieren, dann kann das jeder schaffen!

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Biologische Wertigkeit: Wie gut verwertet unser Körper Eiweiß?

Die biologische Wertigkeit zeigt, wie gut unser Körper das Eiweiß aus Lebensmitteln in eigenes Körper-Eiweiß umwandeln kann. Je höher die Wertigkeit, desto besser. Lebensmittel vom Tier, wie Fleisch oder Milch, haben meist eine höhere Wertigkeit als pflanzliche Lebensmittel. Doch durch clevere Kombinationen verschiedener Nahrungsmittel kann man die Wertigkeit erhöhen. So kann man auch mit vegetarischen und veganen Gerichten hochwertiges Eiweiß bekommen. [4]

Beispiel: Biologische Wertigkeit von Linsen

Wenn du 100 Gramm gekochte Linsen isst, bekommst du etwa 9 Gramm Protein. Von diesem Protein kann dein Körper ungefähr die Hälfte nutzen, also etwa 4,5 Gramm. Die biologische Wertigkeit gibt an, wie gut unser Körper das Protein in eigenes Eiweiß umwandeln kann.

Unterschied: tierische und pflanzliche Proteinquellen

Der Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Proteinen in Bezug auf die biologische Wertigkeit liegt in der Zusammensetzung der Aminosäuren und ihrer Verfügbarkeit für den Körper.

  1. Tierische Proteine (z. B. aus Fleisch, Eiern, Milchprodukten) enthalten in der Regel alle essenziellen Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis, das dem menschlichen Protein sehr ähnlich ist. Das bedeutet, unser Körper kann diese Proteine besonders effizient nutzen, um eigenes Körperprotein zu bilden. Deshalb haben tierische Eiweiße oft eine höhere biologische Wertigkeit. Ein bekanntes Beispiel ist das Ei, das eine der höchsten biologischen Wertigkeiten (100) hat. [6]
  2. Pflanzliche Proteine (z. B. aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Getreide) enthalten oft weniger von einer oder mehreren essenziellen Aminosäuren, was die biologische Wertigkeit im Vergleich zu tierischen Proteinen senken kann. Allerdings lassen sich pflanzliche Proteine durch geschickte Kombinationen verbessern. Zum Beispiel ergänzen sich Bohnen und Reis gut, weil sie jeweils die Aminosäuren liefern, die dem anderen fehlen. Dadurch kann die biologische Wertigkeit erhöht werden, auch bei einer rein pflanzlichen Ernährung. [7]

Wertigkeit erhöhen durch Kombination

Um die biologische Wertigkeit von Linsen zu erhöhen, kannst du sie mit anderen pflanzlichen Lebensmitteln kombinieren, die fehlende Aminosäuren enthalten. Gute Kombinationen sind zum Beispiel:

  • Linsen mit Reis
  • Linsen mit Mais
  • Linsen mit Nüssen und Samen
  • Linsen mit Sojaprodukten
  • Linsen mit anderen Hülsenfrüchten

Wenn du deine Linsensuppe mit Reis kombinierst oder deinen Linsensalat mit Sonnenblumenkernen und Sesam verfeinerst, erhöhst du die biologische Wertigkeit und bekommst mehr verwertbares Protein.

Abwechslungsreiche Ernährung

Es ist nicht nötig, sich alle möglichen Kombinationen zu merken. Wichtig ist es, abwechslungsreich und bunt zu essen. Eine ausgewogene Ernährung sorgt dafür, dass du genug Protein bekommst. Bei gesunden Menschen ist ein Proteinmangel selten.

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