Erkrankungen
ADHS und Übergewicht: Gibt es Zusammenhänge?
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Was ist ADHS?
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Sie zeichnet sich durch drei Hauptsymptome aus [1]:
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme (z. B. Gedankensprünge während einer Aufgabe)
- Impulsivität (z. B. vorschnelles unüberlegtes Handeln)
- Hyperaktivität (z. B. gesteigerter Bewegungsdrang, innere Unruhe)
Lange galt ADHS als eine Erkrankung, die nur Kinder betrifft. Heute weiß man, dass auch Erwachsene betroffen sein können. In Deutschland sind es 4,7% der Erwachsenen [7]. Ab dem Jugendalter äußert sich Hyperaktivität weniger durch auffällige körperliche Aktivität. Stattdessen tritt sie häufig als innere Unruhe oder Nervosität auf [2].
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen ADHS und Übergewicht?
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Warum hängen ADHS und Übergewicht zusammen?
Es ist noch nicht ausreichend erforscht, warum Menschen mit ADHS häufiger Übergewicht haben. Möglicherweise trägt ADHS selbst zur Gewichtszunahme bei. Ebenso ist es denkbar, dass beide Erkrankungen auf gemeinsame Ursachen zurückzuführen sind – zum Beispiel Gene, die das Risiko für ADHS und Adipositas erhöhen. Möglich ist auch, dass Übergewicht ADHS-ähnliche Symptome verstärkt. [3]
Studien zeigen, dass ADHS das Risiko für Übergewicht erhöhen kann. Außerdem gibt es gemeinsame Risikofaktoren, die beides beeinflussen. Neben Prozessen im Körper und im Gehirn spielen auch typische Verhaltensweisen bei ADHS eine Rolle. [4]
Impulsivität und Körperwahrnehmung bei ADHS
Vorlieben und Abneigungen beim Essen
Wie du Struktur in dein Essverhalten bringst
Viele denken bei ADHS an fehlende Strukturen und Chaos. Aber: ADHS kann deinen Alltag spontan und flexibel machen – auch beim Essen. Wer viel ausprobiert und offen ist, hat es leichter, die eigenen Vorlieben zu entdecken.
Isst du manchmal unregelmäßig oder vergisst Mahlzeiten? Feste Essenszeiten und einfache Routinen können dir helfen, regelmäßig zu essen.
Bewegung in den Alltag einbauen
Wie Essen deine Gefühle beeinflusst
Wie Schlaf dein Wohlbefinden verbessert
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ADHS erkennen und behandeln
Wenn du vermutest, dass du ADHS hast, kann dir eine Diagnose Klarheit bringen. Wende dich an Fachärzt:innen, damit du eine optimale Unterstützung erhältst. Eine eindeutige Diagnose ist wichtig, um die passende Behandlung zu finden.
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Psychotherapie, Medikamente oder eine Kombination aus beidem haben sich als wirksam erwiesen. Sie können dir helfen, deine ADHS-Symptome besser zu steuern. Dadurch kann sich auch dein Essverhalten und dein allgemeines Wohlbefinden verbessern. [1,2]
Strategien für dein Gleichgewicht
Wenn du ADHS hast, können dir verschiedene Strategien helfen, dich wohlzufühlen und eine passende Ernährungs- und Bewegungsroutine zu finden.
Mahlzeitenplanung und feste EssenszeitenÜberlege dir im Voraus, was du essen möchtest und erstelle dir einen Mahlzeitenplan. Du behältst den Überblick und kannst Stress beim Kochen vermeiden.
Nahrhafte Snacks für zwischendurchPlane Snacks wie Nüsse, Obst oder Gemüsesticks ein. Sie liefern dir Energie und helfen, Heißhunger vorzubeugen.
Achtsames Essen ohne Ablenkung
Versuche, bewusst zu essen. So kannst du die Signale deines Körpers besser wahrnehmen und unbewusstes Essen vermeiden.
Alternative BelohnungenDas kann ein entspannendes Bad, ein gutes Buch oder ein Spaziergang sein – wähle etwas, das dir guttut.
Regelmäßige BewegungKörperliche Aktivität kann dir helfen, dich ausgeglichener zu fühlen. Finde eine Bewegung, die dir Spaß macht, wie Tanzen, Schwimmen oder Radfahren und baue sie in deinen Alltag ein.
Neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Sei geduldig mit dir und setze dir gut umsetzbare Ziele. Kleine Schritte können dabei helfen, Veränderungen in den Alltag zu integrieren und das eigene Wohlbefinden zu fördern.
Quellen
- [1] Bundesgesundheitsministerium. (n.d.). Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Bundesgesundheitsministerium. URL:
- [2] Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). (2018). Langfassung der S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. DGPPN. URL:
- [3] Meinzer, M. C. et al. (2016). Attention-deficit/hyperactivity disorder in adolescence predicts onset of major depressive disorder through early adulthood. Depression and Anxiety, 33(11), 1004–1012. URL:
- [4] Cortese, S. et al. (2016). Association Between ADHD and Obesity: A Systematic Review and Meta-Analysis. American Journal of Psychiatry, 173(1), pp.34–43. DOI:
- [5] Brain Sci. (2019). The Association between ADHD and Obesity: Intriguing, Progressively More Investigated, but Still Puzzling. Brain Sciences. DOI:
- [6] Maria Panagiotidi, Paul G. Overton, Tom Stafford (2018). The relationship between ADHD traits and sensory sensitivity in the general population. Comprehensive Psychiatry, 80, pp.179–185. DOI:
- [7] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (2024). Wichtige Zahlen und Fakten zu ADHS im Erwachsenenalter. ADHS.info. URL:
- [8] ADHS-Info. (2025). ADHS-Infoportal. ADHS-Info. URL:
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