Über Adipositas

Adipokine: Stoffe des Fettgewebes

Medizinisch geprüft von Dr. med. Johannes von Büren

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Adipokine: Stoffe des Fettgewebes

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Was sind Adipokine?

Fettgewebe wurde früher als eine Ansammlung von Fettzellen und als Energiespeicher wahrgenommen. Fettgewebe ist aber auch ein Organ, das wichtige Stoffe, sogenannte Adipokine, produziert. Diese hormonähnlichen Proteine gelangen in die Blutbahn und haben vielfältige Wirkungen auf den Körper. Bekannte Adipokine sind:

  • Adiponektin
  • Leptin
  • Hepcidin
  • Resistin
  • Visfatin

Motivation

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Hanne
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Wie wirken Adipokine im Körper?

1. Unterstützung des Immunsystems

Adipokine beeinflussen das Immunsystem und spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Infektionen. Je nach Art des Adipokins kann ihre Wirkung variieren.

2. Regulation des Stoffwechsels

Adipokine beeinflussen die Insulinsensitivität und den Energieverbrauch des Körpers. Eine höhere Insulinsensitivität bedeutet eine bessere Kontrolle des Blutzuckerspiegels, was besonders bei Diabetes von Bedeutung ist.

3. Einfluss auf deine Blutgefäße

Einige Adipokine wirken entzündungshemmend auf die Blutgefäßen und können den Blutdruck regulieren. Sie spielen daher eine Rolle bei Gefäßerkrankungen.

Zusammenhang: Adipokine, Übergewicht und Erkrankungen

Übergewicht kann die Produktion von Adipokinen verändern, was zu verschiedenen Krankheiten führen kann, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes. Besonders das viszerale Fettgewebe im Bauchbereich produziert Adipokine, die Entzündungen und Insulinresistenz fördern [1,2]. Dies erhöht das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenschäden.

Adipokine wie Leptin und Resistin können auch die Entstehung von Krebs begünstigen, während Adiponektin eine schützende Wirkung hat [3]. Menschen mit normalem Gewicht haben in der Regel höhere Adiponektinwerte und sind somit besser vor Krankheiten wie Diabetes Typ 2 geschützt. [4]

Appetitregulation durch Adipokine

Leptin, auch als „Sättigungshormon“ bekannt, signalisiert dem Gehirn, wann du satt bist. Bei Übergewichtigen wird oft mehr Leptin produziert, aber das Gehirn reagiert nicht mehr darauf – eine sogenannte Leptinresistenz entsteht, die zu übermäßigem Essen führt. Es werden mehr Kalorien aufgenommen, als der Körper benötigt

Zur Vorbeugung einer Leptinresistenz werden verschiedene Maßnahmen empfohlen, die mit einem gesunden Lebensstil zusammenhängen. Unter anderem:

  • ein gesundes Körpergewicht; Gewichtsabnahme bei Adipositas
  • ausgewogene Ernährung
  • ausreichend Bewegung im Alltag
  • Stressreduktion
  • regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchungen

Die Gewichtsabnahme führt auch dazu, Diabetes Typ 2 zu verhindern und die Insulinempfindlichkeit zu verbessern. Auch das Risiko für andere Erkrankungen, welches aufgrund der vermehrten Bildung von entzündungsfördernden Adipokinen höher ist, sinkt, wenn Fett abgebaut wird.

Einfluss der Ernährung auf Adipokine

Omega-3-Fettsäuren können den Leptinspiegel senken und den Adiponektinspiegel erhöhen [5]. Dies hat positive Effekte auf den Blutzuckerspiegel und die Herzgesundheit [6]. Der Blutdruck wird reguliert und die Blutfettwerte verbessern sich. Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind:

  • Fisch: Makrele, Sardine, Thunfisch, Lachs, Hering
  • Soja
  • Samen, Nüsse: Leinsamen, Walnüsse, Chiasamen
  • Öle: Rapsöl, Leinöl
  • Gemüse: Brokkoli, Spinat, Rosenkohl

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