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Abnehmen in den Wechseljahren
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Was passiert in den Wechseljahren?
Hormonelle Umstellung
Die Wechseljahre sind die hormonelle Umstellung am Ende der fruchtbaren Lebenszeit. Wenn sich die Hormone verändern, das kennen wir aus der Pubertät, hat das viele Auswirkungen auf Körper und Psyche.
In der Menopause stellt sich langsam die Menstruation ein und Frauen können nicht mehr schwanger werden. Während dieser Zeit verändern sich die Hormone Progesteron, Testosteron und Östrogen. Im Schnitt haben Frauen ihre letzte Regelblutung mit 52 Jahren. Während manche Frauen die Wechseljahre in einigen Monaten nahezu beschwerdefrei durchstehen, haben andere über mehrere Jahre Probleme damit.
Symptome in den Wechseljahren
- Hitzewallungen, Schweißausbrüche, nächtliches Schwitzen
- Stimmungsschwankungen, Nervosität, innere Unruhe
- Schlafstörungen
- Zyklusschwankungen, veränderte Blutungen
- Risiko für Osteoporose- und Herzkreislauf-Erkrankungen steigen
- Gewichtszunahme
Gründe für Übergewicht in den Wechseljahren
Neben allen direkt spürbaren und ersichtlichen Veränderungen nehmen die Hormone auch auf die Verwertung von Nährstoffen Einfluss. Der Stoffwechsel wird langsamer und der Energieverbrauch sinkt. Das bedeutet: Der Körper verbraucht weniger Energie und baut dafür mehr Reserven in Form von Körperfett auf. Allerdings ist das kein Phänomen, welches ausschließlich auf den weiblichen Stoffwechsel zutrifft. Mit einer veränderten Stoffwechsellage haben alle Menschen mit zunehmendem Alter zu kämpfen. Wir brauchen insgesamt weniger Energie, dafür benötigen wir aber umso mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Dass wir je älter wir werden zunehmen, scheint wohl einen guten Grund zu haben. In Australien fanden Wisstenschatler:innen heraus, dass ein leichtes Übergewicht bei Menschen über 70 Jahre durchaus gesundheitsförderlich ist. Die Energiereserven in Form von Fett sind besonders dann von Vorteil, wenn wir im hohen Alter erkranken.[1]
Bewegungsmangel und Muskelabbau
Insgesamt macht es unser moderner Lebensstil immer leichter, auf Alltagsbewegung zu verzichten. Viele Menschen üben z.B. Berufe aus, in denen sie den ganzen Tag sitzen. Das mindert bereits bei jungen Menschen nicht nur den Energieverbrauch, es wird auch nach und nach Muskelmasse abgebaut.
Tatsächlich ist es ganz natürlich, dass ab dem 30. Lebensjahr immer mehr Muskulatur in Fettgewebe umgebaut wird. Wird nichts dagegen unternommen, können wir bis zum 80. Lebensjahr etwa 30 bis 50 % unserer Muskelmasse verlieren. Das wiederum führt zu einem zunehmend geringeren Kalorienbedarf.[2]
➚ Hier liest du, wie du deinen Energiebedarf ausrechnest.
Motivation
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Warum ist es wichtig auf das Gewicht zu achten?
Zu viel Gewicht, insbesondere im Bereich der Adipositas, wirkt sich in jeder Lebensphase negativ auf unsere Gesundheit aus. Die Beweglichkeit wird eingeschränkt und das Risiko für Folgeerkrankungen steigt. Das Gute: Auch in den Wechseljahren und im höheren Alter kannst du Krankheiten noch vermeiden und bereits vorhandene mindern. Eine Gewichtsreduktion sorgt zum Beispiel dafür, dass der Blutdruck sinkt und das Risiko für Diabetes Typ 2 und Herzinfarkte geringer wird.
Herausforderung: Geringerer Energiebedarf
Die Herausforderung in den Wechseljahren ist, wie bereits erwähnt, der gesunkene Energiebedarf. Dieser ist jedoch meist nicht so erheblich wie viele denken und mit einer Anpassung der Ernährung, mehr Bewegung im Alltag und Aufbau von Muskelmasse durch Sport, kann dieser gut wieder ausgeglichen werden.
Tipps zum Abnehmen in den Wechseljahren
1. Ernährung in den Wechseljahren
Eine besondere Herausforderung ist eine Ernährungsumstellung, welche letztlich zu einer Gewichtsreduktion beitragen kann. Wie du in diesem Artikel bereits erfahren hast, sinkt zwar der Energiebedarf, dafür aber nicht der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelement. Daher ist es von großer Bedeutung nicht einfach weniger zu essen, sondern Lebensmittel anhand der eigenen Bedürfnisse zusammenzustellen.
Speziell Frauen sind einem höheren Osteoporose Risiko ausgesetzt. Daher empfiehlt es sich, mit den Wechseljahren nochmal deutlicher darauf zu achten, ausreichend Calcium und Vitamin D aufzunehmen. Gute Calciumquellen sind Milchprodukte, Mandeln, Grünkohl, Brokkoli, calciumreiche Mineralwässer oder angereicherte Pflanzendrinks. Vitamin D hingegen kommt vermehrt in Fisch vor. Wer nicht gerne Fisch isst und auch nicht so viel Zeit in der Sonne verbringt, kann Vitamin D unter ärztlicher Absprache supplementieren.
2. Setze auf Eiweiß und Ballasstoffe
Beim Gewichtsverlust verlieren wir unweigerlich an Muskulatur, daher solltest du bei deiner Ernährungsumstellung möglichst darauf achten ausreichend Eiweiß zu dir zu nehmen. Gute Quellen sind z. B. Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide.
Neben den eiweißreichen Lebensmitteln spielen auch noch die ballaststoffreichen Lebensmittel eine besondere Rolle: Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Darunter fallen alle Obst- und Gemüsesorten, sowie Vollkornprodukte. Außerdem haben eiweiß- und ballaststoffreiche Lebensmittel einen besonders sättigenden Effekt, weshalb nicht so schnell Heißhunger aufkommt.
Diese naturbelassenen Lebensmittel sind den industriell hergestellten Lebensmittel wie Süßigkeiten, Snacks, Fertigprodukten und Fastfood stark überlegen. Sie versorgen uns mit allen wichtigen Nährstoffen und liefern vergleichsweise nur sehr wenig Energie.
➚ Hier findest du noch mehr Lebensmittel, die zum Abnehmen geeignet sind.
3. Bewegung in den Wechseljahren
4. Essverhalten beobachten
5. Digitale Adipositas-Therapie auf Rezept
Warum zanadio?
Häufig gestellte Fragen
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Quellen
- „Body Mass Index and Survival in Older Men and Women Aged 70 to 75 Years“, Leon Flicker et al., The Journal of the American Geriatrics Society, Online-Publikation, DOI: 0.1111/j.1532-5415.2009.02677.x
- www.dgim.de
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