Abnehmen
Plötzliche Gewichtszunahme – was nun?
Digitale Adipositas-Therapie
- Ganzheitliches Programm
- Wissenschaftlich fundiert
- Persönlich für dich da
- Kostenlos auf Rezept
Ernaehrung
Mir gefällt, dass ich bei zanadio nicht verzichten muss.
Gewichtszunahme: Wie viel ist normal?
Heute stellst du dich auf die Waage und freust dich: „Wieder ein Kilo abgenommen.“ Aber am nächsten Tag ist das Gewicht wieder drauf. Das liegt daran, dass sich unser Gewicht ständig ändert: Jedes Mal, wenn du etwas isst, trinkst, auf die Toilette gehst oder stark schwitzt, ändert sich das Gewicht deines Körpers – und das oft gar nicht so wenig. Für möglichst zuverlässige Ergebnisse beim Wiegen solltest du dich daher immer zur gleichen Tageszeit wiegen.
➚ Lies hier weitere Tipps zum richtigen Wiegen.
Vor allem der Wasserhaushalt ist für starke Gewichtsschwankungen verantwortlich: Wenn du lange sitzt, kann sich zum Beispiel Wasser in den Beinen ansammeln. Bei Bewegung oder im Liegen wird es zurücktransportiert und kann ausgeschieden werden.
Bei Frauen schwankt der Wasserhaushalt im Rahmen ihres natürlichen Zyklus: In der zweiten Zyklushälfte lagern sie aufgrund der Hormone mehr Wasser ein und sind daher schwerer. Aber auch nach dem Sport lagert dein Körper vermehrt Wasser ein, was dich auf der Waage erst einmal schwerer macht.
Tägliche Schwankungen von einem oder zwei Kilogramm sind vollkommen normal und stellen noch keine dauerhafte Ab- oder Zunahme dar. Erst wenn sich dein Gewicht darüber hinaus nach oben oder unten entwickelt, kannst du von einem dauerhaften Effekt ausgehen. Bewegt sich das Gewicht nach oben, ohne dass du es dir erklären kannst, kann das verschiedene Gründe haben.
DE-zan-web-240208-03
Die häufigsten Gründe für eine plötzliche Gewichtszunahme
Gewichtszunahme durch Schilddrüsenunterfunktion
Wenn Menschen an Gewicht zunehmen, ohne etwas an ihren Gewohnheiten geändert zu haben, ist dafür häufig die Schilddrüse verantwortlich. Das schmetterlingsförmige Organ im Hals steuert über Hormone die Aktivität des Stoffwechsels: Schilddrüsenhormone können den Grundumsatz und Energieverbrauch des Körpers beeinflussen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion arbeitet der Stoffwechsel langsamer und setzt weniger Energie um. Die Folge: überschüssigen Kalorien werden im Fettgewebe gespeichert.
Menschen, die unter einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, nehmen nicht nur zu. Sie frieren auch leichter, fühlen sich müde und abgeschlagen und leiden unter Verdauungsproblemen. Bei einem Besuch in der hausärztlichen Praxis lässt sich die Schilddrüsenunterfunktion über eine Blutabnahme durch die Bestimmung der Hormonwerte diagnostizieren und anschließend mit Medikamenten behandeln.
Gewichtszunahme durch einen gestörten Hormonhaushalt
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist nicht die einzige Störung des Hormonhaushalts, die für eine starke Gewichtszunahme sorgen kann:
- Ein erhöhter Cortisolspiegel, zum Beispiel durch Stress oder durch das Cushing-Syndrom, eine Fehlregulation der Nebennierenrinde, sorgt dafür, dass der Körper mehr Fett einlagert.
- Beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) produzieren Frauen zu viele männliche Hormone. Die Folge ist, neben Haarausfall und Unfruchtbarkeit, häufig eine Insulinresistenz, die Übergewicht fördert.
- In den Wechseljahren nimmt bei Frauen die Produktion an Östrogen ab. Danach überwiegen die männlichen Geschlechtshormone – und sorgen oft für einen Anstieg des Gewichts.
- Schlafmangel und Schlafstörungen bringen das Gleichgewicht zwischen dem Sättigungshormon Leptin und dem Hungerhormon Ghrelin durcheinander. Müde Menschen sind hungriger – und essen dementsprechend auch mehr, was sich schnell auf der Waage bemerkbar macht.
Übergewicht durch Wassereinlagerungen
Gründe für Wassereinlagerungen gibt es viele. Die meisten davon sind harmlos: Nach dem Sport behält der Körper Wasser in den beanspruchten Muskeln zurück, um die Regeneration zu beschleunigen. Oder du hast lange gesessen und es hat sich vorübergehend etwas Wasser in den Beinen angesammelt, das nach einem kurzen Spaziergang wieder verschwindet. Wassereinlagerungen können aber auch auf ernsthafte Krankheiten hinweisen. Häufige Ursachen sind Herzschwäche oder Erkrankungen der Nieren.
Bei einer koronaren Herzkrankheit, nach einem Herzinfarkt oder bei Bluthochdruck pumpt das Herz manchmal nicht mehr stark genug. Dadurch bildet sich ein Rückstau in den Gefäßen, der auf die Gefäßwände drückt. Dabei gelangt das Wasser an durchlässigen Stellen ins Gewebe, wo es sich langsam ansammelt. Wassereinlagerungen aufgrund einer Herzschwäche befinden sich vor allem in den Füßen und Beinen. Sie sind dick, geschwollen und fühlen sich unangenehm schwer an.
Diese Symptome können auch Anzeichen für eine Nierenschwäche sein. Denn die Nieren sind im Körper für das Filtern des Bluts und das Ausscheiden von Wasser zuständig. Bemerkst du plötzlich starke Wassereinlagerungen, solltest du dich deswegen auf jeden Fall an ärztliches Fachpersonal wenden.
Gewichtszunahme mit steigendem Alter
Auch wenn sich deine Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten nicht verändert haben, altert dein Körper im Laufe der Zeit – und das wirkt sich unweigerlich auch auf deinen Energieverbrauch aus. Ab dem 30. Lebensjahr verlierst du Muskelgewebe, einen der wichtigsten Energieverbraucher im Körper. Mit der Zeit nimmt dieser Effekt durch Veränderungen im Hormonhaushalt immer weiter zu. Gleichzeitig verlangsamt sich ab dem 60. Lebensjahr der Ruhestoffwechsel. Im Alter verbrauchst du deswegen weniger Energie – selbst wenn du dich noch genauso viel bewegst wie früher.
Wer in jungen Jahren problemlos alles essen konnte, ohne dick zu werden, bei dem schnellt das Gewicht durch den sinkenden Energieverbrauch oft in die Höhe. Mit regelmäßigem Krafttraining kannst du dem Muskelabbau entgegenwirken. Außerdem kann dir bei altersbedingter Gewichtszunahme eine Ernährungsberatung helfen, deine Ernährung an die neuen Gegebenheiten anzupassen.
DE-zan-web-240208-05
Was kann man bei plötzlicher Gewichtszunahme tun?
Das Wichtigste bei einer plötzlichen Gewichtszunahme ist es, den Auslöser zu finden. Dafür solltest du als erstes folgende Fragen durchgehen:
- Habe ich in letzter Zeit mehr oder anders gegessen als vorher?
- Bewege ich mich weniger als sonst, sodass mein Energieverbrauch gesunken sein könnte?
- Habe ich mich mehr bewegt oder ein besonders intensives Training absolviert?
- Nehme ich Medikamente, die eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung haben?
- War ich in letzter Zeit sehr gestresst oder stand unter großem Druck?
Beantwortest du alle diese Fragen mit „Nein“, könnte hinter der Gewichtszunahme ohne Grund eine ernsthafte Erkrankung stecken. Vereinbare einen Termin in deiner Hausarztpraxis. Ist der Auslöser gefunden, lassen sich entsprechende Maßnahmen einleiten, um einer weiteren Zunahme vorzubeugen und die überschüssigen Pfunde wieder loszuwerden.
zanadio: kostenlos auf Rezept
Die erste Abnehm-App auf Rezept für den BMI-Bereich 30–40 kg/m². Ganzheitlich, individuell und persönlich begleitet.
Auch interessant
- Abnehmen
Was ist eine Portion? Beispiele für Größen und Mengen
Eine Portion ist z. B. eine Handvoll. Erfahre, was genau eine Portion ist ► So viele Portionen brauchst du am Tag wirklich
Von Maja Biel und Romina Zimmermann
- Abnehmen
So viel Eiweiss braucht der Mensch
Eiweiß (auch Protein genannt) gehört zu den drei Makronährstoffen, aus denen unsere Nahrung aufgebaut ist. Im Körper spielen Proteine eine wichtige Rolle für den Aufbau von Zellen und Muskeln. In diesem Artikel erfährst du, wie viel Protein der Körper braucht und welche Rolle es beim Abnehmen spielt.
Von zanadio Redaktion und Romina Zimmermann - Abnehmen
Proteinreiche Lebensmittel: Die besten Eiweißquellen
Eine eiweißreiche Ernährung hilft dir durch ihren Sättigungseffekt beim Abnehmen und versorgt deinen Körper mit essenziellen Aminosäuren. Hier findest du eine Übersicht proteinhaltiger Lebensmittel für eine abwechslungsreiche Ernährung.
Von zanadio Redaktion und Robert Renter - Abnehmen
Der optimale Puls zur Fettverbrennung
Finde heraus, wie du durch gezieltes Training im Fettverbrennungspuls effektiv Fett verbrennen kannst. Erfahre, wie du deinen individuellen Puls berechnest und warum moderates Ausdauertraining so wichtig für langfristige Erfolge ist.
Von zanadio Redaktion und Esther Berndt
DE-zan-web-240410-01